Geschrieben von ski/PM Polizeidirektion Göttingen am 19. März 2020
Polizei verstärkt Präsenz - Bad Lauterberger Ordnungsamt greift durch
"Regeln werden mit niedriger Einschreitschwelle konsequent umgesetzt"
Seit Dienstag gelten in Niedersachsen strenge Regeln, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Geschäfte bleiben geschlossen,das öffentliche Leben soll bis auf ein absolutes Minimum heruntergefahren werden. Um die zahlreichen Einschränkungen, Verbote und Regelungen auch durchzusetzen, verstärkt die Polizei derzeit ihre Präsenz. Auch die Ordnungsämter informieren und kontrollieren derzeit die Einhaltung der Bestimmungen - und setzen diese durch: so wurde in Bad Lauterberg ein Ladengeschäft geschlossen. Es hatte geöffnet, obwohl sein Kernsortiment nicht zu den privilegierten Ausnahmen mit Lebensmitteln und Drogeriewaren gehört.
Insgesamt zeigt sich Bürgermeister Gans zufrieden: "Die meisten Geschäftsleute zeigen sehr viel Verständnis für die Maßnahmen. Sie informieren sich selbst und setzen die neuen Regelungen von sich aus um."
Regeln werden konsequent umgesetzt
Die Polizeidirektion Göttingen erhöht die Präsenz auf öffentlichen Straßen, führt in enger Abstimmung mit den Ordnungsämtern der Städte und Landkreise Kontrollen durch und setzt die getroffenen Regelungen mit niedriger Einschreitschwelle konsequent um, heißt es in einer Pressemitteilung.
"Das Virus kann jeden von uns treffen - und auch jede uns nahestehende Person. Niemand möchte am Ende dafür verantwortlich sein, seine Kinder oder Eltern, seinen Partner oder auch gute Freunde angesteckt zu haben, mit all den Folgen die diese Infektion mit sich bringen kann", verdeutlicht der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig, die Situation mit klaren Worten. "Ich appelliere daher ausdrücklich an das Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen: Meiden Sie konsequent Menschenansammlungen, begeben Sie sich nicht zu beliebten Treffpunkten und verzichten Sie auf soziale Kontakte. Der Infektionsschutz hat im Augenblick oberste Priorität."
Bußgeld droht
Zuwiderhandlungen gegen die aktuellen Einschränkungen werden im Falle von Straftaten zur Anzeige gebracht, im Falle von Ordnungswidrigkeiten mit Bußgeld geahndet. Sollten Bürgerinnen und Bürger Zuwiderhandlungen feststellen, bittet die Polizei darum, nicht den Notruf zu wählen, sondern - falls erforderlich - über die Amtsleitung Kontakt zur örtlichen Polizei aufzunehmen, um die Notrufleitungen freizuhalten.
Und auch im digitalen Raum gibt es Handlungsbedarf: "Falschmeldungen über das Virus selbst, über getroffene Regelungen und über zukünftige Maßnahmen nehmen zu und führen zu einer enormen Verunsicherung der Menschen. Beteiligen Sie sich nicht an der Verbreitung von Gerüchten und halten Sie sich an die Hinweise der offiziellen Stellen. In dieser beispiellosen Situation sind Spekulationen und 'Panikmache' völlig fehl am Platz", so Polizeipräsident Uwe Lührig.
