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Geschrieben von ski/PM am 01. April 2020

Aktuell

Fünf Mitarbeiter der Helios-Klinik Herzberg mit dem neuartigen Coronavirus infiziert

Patienten und sonstige Kontaktpersonen werden getestet

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Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich aus. Bei über 200 Fällen in Stadt und Landkreis Göttingen war es letztlich nur eine Frage der Zeit, bis es auch zur Klinik Herzberg vorgedrungen ist: "Wir können bestätigen, dass drei Mitarbeiter aus dem ärztlichen Dienst und zwei Mitarbeiter aus dem pflegerischen Dienst der Helios Klinik Herzberg/Osterode positiv auf SARS-CoV2 getestet worden sind", so Daniela Kasper, zuständig für Unternehmenskommunikation an der Klinik. Man habe umgehend Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen, Kontaktpersonen unter den Patienten und Mitarbeitern identifiziert (Umfeldanalyse) und entsprechend der aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts begonnen, notwendige Maßnahmen in die Wege zu leiten. Die Patientenversorgung und insbesondere die Notfallversorgung ist in der Helios Klinik Herzberg/Osterode uneingeschränkt sichergestellt.

Die positiv auf SARS-CoV2 getesteten Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die Mitarbeiter seien bereits seit einigen Tagen nicht mehr im Dienst gewesen. Die Ansteckungswege seien der Klinik jedoch nicht bekannt.  Eine Wiederaufnahme der Tätigkeit erfolge anhand der RKI-Vorgaben für SARS-CoV2-positives medizinisches Personal.

Patienten, die direkten Kontakt zu den betroffenen Mitarbeitern hatten, werden in der Klinik isoliert, d.h. sie sind in Einzelzimmern untergebracht. Zudem werden sie auf eine Infektion mit dem Corona-Virus getestet. Bei der Betreuung dieser Patienten trägt das Personal Schutzkleidung entsprechend der Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI). Haben die Patienten die Klinik bereits verlassen, werden sie vom Gesundheitsamt unter häusliche Quarantäne gestellt.

Man habe angesichts der Pandemie noch weitere Maßnahmen getroffen. Dazu gehöre, dass alle Patienten, bei denen ein Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht, in einen isolierten Bereich gebracht werden. Alle Patienten, die in der Klinik aufgenommen werden, erhalten einen Mund-Nasen-Schutz. Alle Mitarbeiter in allen Berufsgruppen, d.h. zum Beispiel auch in IT, Technik und Verwaltung, arbeiten mit Mund-Nasen-Schutz. Bei der Behandlung von bestätigten COVID-19-Fällen trägt unser Personal Schutzkleidung in Form von FFP2-Masken, Schutzkittel, Schutzhaube, Handschuhen und Schutzbrille.

Entsprechend der Vorgaben des Bundes und des Landes sind die Mitarbeiter auch innerhalb der Klinik angewiesen, ihre persönlichen Kontakte zu Kollegen auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren und wo immer möglich den Mindestabstand einzuhalten. Das gelte auch für Pausen und Übergaben. Durch den Einsatz technischer Optionen wie Skype-Konferenzen sei die Klinik bestrebt, die Kontakte zwischen den Mitarbeitern weiter zu reduzieren.

Die Kollegen, die Kontakt zu den betroffenen Mitarbeitern hatten, wurden entsprechend der RKI-Vorgaben zur Kontaktpersonennachverfolgung bei SARS-CoV2-Infektionen für medizinisches Personal eingestuft. Zudem habe sich die Klinik entschlossen, über die Vorgaben des RKI hinausgehend, alle Kollegen, die als Kontaktpersonen der Kategorie Ib eingestuft wurden, 3x in der Woche auf das Corona-Virus zu testen. So sollen Fälle frühzeitig identifiziert und mögliche Infektionsketten im Haus schnell unterbrochen werden, heißt es. Auch befinde man sich im engen Austausch mit dem Gesundheitsamt.

Dieser Beitrag in arabischer Sprache:
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