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Geschrieben von ski am 04. April 2020

Aktuell

Freiwillige nähen Masken zugunsten des Mädchencafés

Ab Montag sind sie gegen eine Spende erhältlich

Die 100. Maske, die Ingrid Günther gefertigt hat
Die 100. Maske, die Ingrid Günther gefertigt hat
Diese Maske hat Barbara Schletz genäht.
Diese Maske hat Barbara Schletz genäht.

Masken (in Form von einfachen Mund-Nasen-Bedeckungen) schützen zwar den Träger selbst nicht oder kaum vor einer Ansteckung - sehr wohl aber alle anderen. Würde also jeder in der Öffentlichkeit, vor allem in geschlossenen Räumen wie etwa beim Einkaufen, stets eine Art Mundschutz tragen, könnte dies die Infektionsrate senken. Schließlich kann man bereits ansteckend sein, bevor man selbst Symptome aufweist.  Inzwischen spricht sich daher auch das Robert Koch-Institut für das Tragen von Masken aus. Klar ist aber: medizinische Schutzmasken sollten denen vorbehalten, die sie am dringendsten benötigen - also in erster Linie medizinisches Personal.

Für jedermann ist es aber möglich, eine einfache textile Maske, die Mund und Nase bedeckt, zu tragen. Im Nachbarlandkreis Nordhausen wurde dies bereits per Allgemeinverfügung für alle über 12 Jahre in geschlossenen Räumen in der Öffentlichkeit zur Pflicht erklärt. Dabei reicht übrigens auch ein Halstuch, ein Schal oder ein Schlauchschal - nur Mund und Nase müssen bedeckt sein.

Wer in der Lage ist, selbst eine Maske zu nähen, hat es natürlich gut - im Netz existieren zahlreiche Nähanleitungen dafür. Wer das nicht kann, kann sich dennoch behelfen: denn nachdem Ingrid Günther aus Osterhagen angefangen hat, zugunsten des Mädchencafés Masken zu nähen, wurde sie von der Nachfrage überrannt. Glücklicherweise fanden sich auf Initiative von Bürgermeister Dr. Thomas Gans noch weitere Damen, die nun ehrenamtlich Mund-Nasen-Masken nähen. Der Bürgermeister spendete privat den dazu notwendigen Stoff - leider ohne Gummiband oder Schrägband, denn beides ist nicht mehr lieferbar. Der Aufwand, eine solche Maske zu nähen, erhöht sich dadurch noch. Um so mehr freut es ihn, dass sich die Frauen so sehr engagieren.

Wer eine Maske haben möchte, kann die von den Ehrenamtlichen genähten Masken ab nächster Woche gegen eine Spende von 5 Euro für das Mädchencafé Kratzbürste in der Janssen Apotheke, Hauptstraße 134, erhalten. (Pro Person maximal zwei Stück).


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