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Geschrieben von ski am 12. Juli 2020

Aktuell

Zu schnell, zu laut, mit unerlaubten Umbauten....

Am Sonntag fanden zahlreiche Kontrollen im Rahmen der Aktion "Sicher durch den Harz" statt

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Reicht die Profiltiefe noch?
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Der Harz ist ein beliebtes Bikerziel - aber mit Serpentinen, sich zuziehenden Kurven und teilweise schlechtem Fahrbahnbelag auch gefährlich
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Lautstärkemessung: Hier wird geprüft, ob der zulässige Pegel nicht überschritten wird
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Zweiundzwanzig Beamtinnen und Beamte waren am Sonntag (12.07.2020) in Bad Lauterberg im Rahmen der Aktion "Sicher durch den Harz" im Einsatz. Zeitgleich an mehreren Orten wurden Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Zusätzlich war die "SKG-Krad", die Spezialisierte Kontrollgruppe Krad, im Einsatz, um Motorradfahrer zu kontrollieren. Denn der Harz ist ein sehr beliebtes, aber auch sehr gefährliches Ziel für Zweiradfahrer. An den Wochenenden sind besonders viele Biker unterwegs, und einige stoßen dabei auch an ihre Leistungsgrenze.  Zu schnell, zu geringer Abstand, zu riskantes Überholen und Selbstüberschätzung - das sind die typischen Unfallursachen. 344 Unfälle mit Motorrädern gab es im vergangenen Jahr im Harz; zwölf Motorradfahrer haben ihre Leidenschaft dabei mit dem Leben bezahlt.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Bad Lauterberg ereigneten sich im vergangenen Jahr zwei Motorradunfälle; 2018 waren es neun und 2017 waren es sechs gewesen. Unfallschwerpunkte sind dabei fast ausschließlich die B27 entlang der Odertalsperre und die L520 von Bad Lauterberg nach St. Andreasberg. Insgesamt spricht der Leiter des PK Bad Lauterberg, Guido Schwarze, jedoch von einer positiven Entwicklung in den vergangenen Jahren, denn die Unfallzahlen sind insgesamt rückläufig. Dazu haben sicherlich zum einen die Kontrollen, zum anderen Änderungen bei der Verkehrsgestaltung beigetragen.

Der Fokus der Kontrollen am Sonntag lag neben den Geschwindigkeitsmessungen auf der Überwachung von Bauartveränderungen und der Einhaltung der Lärmemissionen. Was von den bei Bikern beliebten An- und Umbauten nun zulässig und was untersagt ist, das ist jedoch inzwischen aufgrund der Vielzahl der Möglichkeiten und der komplizierten rechtlichen Situation für den normalen Polizisten kaum noch spontan erkennbar, erklärt Schwarze. Genau dafür gibt es die SKG-Krad, die sich damit bestens auskennt. Die Kolleginnen und Kollegen dieser Gruppe hatten aber nicht nur ihr Know-How, sondern auch einen Rollenprüfstand und ein Lautstärkemessgerät dabei.

Kontrolliert wurde diesmal stationär an der Odertalsperre sowie mobil an mehreren Orten in Bad Lauterberg, Sachsa und Walkenried. Insgesamt wurden 67 Motorräder kontrolliert und dabei etliche Verstöße festgestellt. Das Ergebnis:

11 mdl. Verwarnungen
13 mal Verwarngeld
3 Ordnungswidrigkeitenanzeigen
11 mal Erlöschen der Betriebserlaubnis
6 mal wurde die Weiterfahrt untersagt
2 Bikes wurden sichergestellt
1 mal Fahren ohne Fahrerlaubnis
1 mal Fahren unter Betäubungsmitteleinfluss
1 mal Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und
1 mal  Urkundenfälschung.

Was die Geschwindigkeitsmessungen für sämtliche Fahrzeuge betrifft, die an der B27 Ausfahrt Aue und in Wieda stattfanden, so gab es dabei 228 Verstöße; das schnellste Fahrzeug war dabei um 36 km/h zu schnell. Fahrverbote mussten keine ausgesprochen werden. An den Geschwindigkeitskontrollen war auch der Landkreis Göttingen beteiligt. Außerdem gab es noch vier Verstöße gegen die Gurtpflicht und drei Fahrer/innen wurden mit Handy am Steuer erwischt.

"Die festgestellten Mängel und das Fehlverhalten der Kradfahrer bewegen sich erfreulicherweise nicht auf einem hohen Niveau. Die festgestellten Verstöße zeigen aber dennoch, dass Kontrollen wie heute erforderlich und wichtig sind. Weitere Kontrollen werden daher stattfinden", so lautet das Fazit von Guido Schwarze.

Die Aktion "Sicher durch den Harz" als Kooperation der drei Länder Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen gibt es seit 2008. Normalerweise liegt dabei allerdings auch noch ein größerer Schwerpunkt auf der Prävention in Kooperation mit Verkehrswacht und DRK. "Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir jedoch dieses Jahr auch auf erklärenden Schautafeln und die Tasse Kaffee für Biker, die sich an die Regeln halten, verzichtet, um nicht größere Menschenmengen hier zu haben", so der Leiter des PK Bad Lauterberg.

 


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