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Geschrieben von ski am 24. Juli 2020

Aktuell

Ein Wegweiser für 3.000 Jahre Kulturgeschichte auf 200 Quadratkilometern

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann eröffnete das neue Welterbe-Infozentrum in Walkenried

Das neue Welterbe-Infozentrum ist im Herrenhaus der Klosterdomäne untergebracht
Das neue Welterbe-Infozentrum ist im Herrenhaus der Klosterdomäne untergebracht
Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: "ein herausragendes Leuchtturmprojekt"
Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: "ein herausragendes Leuchtturmprojekt"
Die Ausstellung bietet Überblick und stellt Zusammenhänge her
Die Ausstellung bietet Überblick und stellt Zusammenhänge her
Hier wird auch der Wiesenbeker Teich als lokales Welterbe hervorgehoben
Hier wird auch der Wiesenbeker Teich als lokales Welterbe hervorgehoben
Die feierliche Eröffnung erfolgte mit pandemiebedingtem Abstand
Die feierliche Eröffnung erfolgte mit pandemiebedingtem Abstand
Dr. Manuela Armenat hat die Ausstellung kuratiert. Hier können sich Besucher ihren individuellen Plan ausdrucken - oder aufs Handy laden
Dr. Manuela Armenat hat die Ausstellung kuratiert. Hier können sich Besucher ihren individuellen Plan ausdrucken - oder aufs Handy laden
Im gleichen Gebäude befindet sich nun auch die Tourist-Info Walkenried
Im gleichen Gebäude befindet sich nun auch die Tourist-Info Walkenried
Ein Highlight: das interaktive 3D-Modell
Ein Highlight: das interaktive 3D-Modell

 Das UNESCO-Welterbe im Harz ist verstreut auf 200 km² und umfasst über 800 Sehenswürdigkeiten. Mit der Vielzahl an komplexen Themen wie Montanwesen, Landschaftswandel, Energie-Erzeugung und Städtebau und den vielen über- und untertägigen Zeugnissen unserer Geschichte ist das Welterbe im Harz eine von Deutschlands vielfältigsten Welterbestätten - da ist es gar nicht so einfach, einen Überblick zu haben. Den können sich Besucher*innen ab jetzt in Walkenried verschaffen: Der niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann und Gerhard Lenz, Direktor der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz, haben am 22. Juli 2020 das Infozentrum zur Welterbestätte „Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft“ eröffnet. Ab sofort sind Einheimische und Touristen dienstags bis sonntags und feiertags von 10 – 17 Uhr zu einem Besuch des Infozentrums im Herrenhaus der ehemaligen Klosterdomäne Walkenried eingeladen, wo ihnen die Vielfalt des Welterbes im Harz nähergebracht wird, und zwar kostenfrei. „Das Welterbe-Infozentrum macht Lust auf einen Besuch der authentischen Orte und ist der ideale Startpunkt, um ausgestattet mit Informationen zu touristischen Angeboten den Reichtum des Welterbes zu entdecken“, sagte Lenz bei seiner Begrüßung der ca. 100 Gäste.

Gewinn für die touristische Infrastruktur im Harz

„Mit dem Welterbe-Infozentrum wird die Attraktivität der Reisedestination Harz weiter gesteigert. Den Gästen wird das Welterbe zeitgemäß präsentiert und zugleich erhalten sie einen konzentrierten Überblick über die vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten“, sagte Minister Dr. Althusmann bei seinem Grußwort. „Die öffentlichen Förderungen sowie das Engagement der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz haben das Infozentrum möglich gemacht – es ist ein großer Gewinn für die touristische Infrastruktur in Niedersachsen und das Welterbe im Harz.". Althusmann erinnerte auch an die Aktivitäten der Zisterziensermönche, die zu einer reichhaltigen Bergbaugeschichte beigetragen haben. "Der Harz war eine starke Region damals, als Bergbauregion. Heute gilt es, neue Perspektiven zu finden, zum Beispiel im Tourismus - und in dem Alleinstellungsmerkmal des Weltkulturerbes", sagte er. Das neue Welterbe-Infozentrum, dem im Sommer 2021 noch ein weiteres in Goslar und im darauffolgenden Jahr eines in Clausthal-Zellerfeld folgen soll, pries er als herausragendes Beispiel eines Leuchtturmprojekts in Niedersachsen.

Knapp zwei Millionen für das neue Infozentrum

Dass ausgerechnet der Wirtschaftsminister der Eröffnung beiwohnte, war natürlich kein Zufall, denn sein Ministerium war es gewesen, das den Förderbescheid ausgestellt hatte: Genau 999.600 € kamen vom Land Niedersachsen. Grundlage der Förderung war die Tourismusförderrichtlinie des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderten Projektes „KREATIV“ dar. „KREATIV“ steht dabei für das Projekt „Kultur/KMU Regionale Entwicklung durch Attraktivierung, Insgesamt wurden fast zwei Millionen Euro in das Infozentrum investiert.

Untergebracht ist es im Herrenhaus der ehemaligen Klosterdomäne Walkenried, die heute im Eigentum der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz ist. Das Gebäude war vor wenigen Jahren noch ein verfallener "lost place" und gehörte der Gemeinde Walkenried - jetzt wurde es aufwändig und denkmalschutzgerecht saniert. Und neben dem Welterbezentrum ist nun auch die Tourist-Informatione Walkenried untergebracht. "Eine ideale Lösung - endlich kommt auch die Tourist-Info nach Walkenried und ans Kloster, wo sie hin

Das Kloster Walkenried mit seinem Museum ist nur eines von 800 Sehenswürdigkeiten des UNESCO-Welterbes im Harz
Das Kloster Walkenried mit seinem Museum ist nur eines von 800 Sehenswürdigkeiten des UNESCO-Welterbes im Harz
gehört", freute sich Christopher Wagner, der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Walkenried.

Interaktives 3D-Video-Landschaftsmodell

Die Besucher erwartet eine multimediale Ausstellung, die sich dem Thema Weltkulturerbe vom Globalen über das Regionale bis zum Lokalen nähert. Dabei bietet sie auch eine Standortübersicht über seine über- und untertägigen Orte. Diese Vielfalt und das Zusammenspiel von Natur, Kultur und Technik bündelt das raumgreifende interaktive 3D-Landschaftsmodell, das in einer siebenminütigen Präsentation die reiche Geschichte zusammenfasst. Neben diesem Highlight laden beeindruckende großformatige Bilder, Hörstationen und interaktive digitale Anwendungen dazu ein, das Welterbe kennenzulernen. Die Besucher werden dabei nicht mit Exponaten "erschlagen" - vielmehr will das Welterbezentrum so etwas wie ein Wegweise sein, "wie ein Klappentext und die Inhaltsangabe eines Buches", erklärt Falk Lauterbach von der Stiftung Welterbe im Harz. Vor allem macht es Lust auf mehr - und lässt die Besucher*innen ihren eigenen Fahrplan erstellen, welche Teile des Welterbes sie näher kennenlernen wollen. Eine Führung durch die Schachtanlage Knesebeck in Bad Grund vielleicht? Eine Besichtigung der Goslarer Kaiserpfalz? Eine Wanderung um den Oderteich und den Rehberger Graben? Den persönlichen Erlebnisplan kann man sich direkt aufs Handy laden oder vor Ort direkt ausdrucken. Natürlich sind auch weitere gedruckte Infomaterialien erhältich. Walkenried soll so als Ausgangspunkt für eine Entdeckung der vielen kulturellen Highlights des Harzes dienen - für die man in der Tourist-Info eine Tür weiter gleich noch weitere Anregungen und Hilfen erhalten kann.




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