Geschrieben von Peter Bischof am 24. Juli 2020
Obszöne Zeichnungen und hirnlose Sprüche
Chaoten verunstalteten Maschinenhäuschen und Gedenkstein am Felsenkeller





Das Fördermaschinenhäuschen auf dem Gelände des Felsenkellers vor dem Kirchtal in Bad Lauterberg wurde in der Nacht zum Donnerstag beschmiert und mit obszönen Zeichnungen verunstaltet.
Auch der Gedenkstein für Karl Peix, Otto Bockelmann und Bruno Maue aus dem Jahr 1949 wurde von den Chaoten nicht verschont. Die Dennert-Tanne am Förderhäuschen, die der Rotary Club Bad Lauterberg-Südharz gesponsert hat, wurde ebenfalls beschädigt.
Eine Mitarbeiterin der Firma Tobias Hungerland versuchte noch am Donnerstag, die Schmierereien mit Waschverdünnung zu entfernen. Dies gelang jedoch nicht zu 100 Prozent, so dass das Häuschen sicherlich neu gestrichen werden müsse, so Tobias Hungerland.
Der Rotary Club Bad Lauterberg Südharz würde sich freuen, wenn Personen, die in der Nacht etwas beobachtet haben, sich bei der Polizei Bad Lauterberg melden würden.
Das Förderhäuschen auf dem Freigelände des Bergwerksmuseums wurde im Jahr 2001 aufgestellt, um die ehemalige Fördermaschine der Deutschen Baryt komplett zu erhalten, erinnert sich Dipl.-Geologe Theo Pätz, einer der damaligen Mitinitiatoren für den Bau des Hauses. In früheren Zeiten befand sich auf dem Gelände das Hotel Felsenkeller, das heute noch auf vielen Ansichtskarten verewigt ist.
Der Gedenkstein erinnert seit dem 11. September 1949 an die Kommunisten und NS-Opfer Karl Peix, Otto Bockelmann und Bruno Maue. Die Urne von Peix wurde auf dem Waldfriedhof Bad Lauterberg beigesetzt. Peix wurde am 27. März 1899 in Herzberg geboren und am 6. November 1941 in Goslar erschossen.