.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Mittwoch, 21. Oktober 2026
Login



Geschrieben von ski am 02. September 2020
Aktuell

Sanierung der Scholmwehrbrücke beginnt

Die Arbeiten sollen vor Weihnachten abgeschlossen sein

Das letzte Mal auf der alten Brücke: nun wird sie für Sanierungsarbeiten gesperrt
Das letzte Mal auf der alten Brücke: nun wird sie für Sanierungsarbeiten gesperrt
scholmwehrbrcke_1.jpg

Ein großer Tag für den Förderkreis Königshütte: am heutigen Mittwoch werden die Sanierungsarbeiten an der Scholmwehrbrücke beginnen. Drei bis vier Monate sollen sie dauern und die Hoffnung der Beteiligten ist, dass die Arbeiten bis Weihnachten vollständig abgeschlossen sind.
Zunächst wird das Wasser abgesenkt, um mit einem Kran die Brückenteile herausheben zu können. Das soll von der Brunepromenade beziehungsweise vom Wasser aus geschehen, damit der Zugang zum Kurpark und die Ritscherstraße nicht durch den Kran dichtgemacht werden.  Der Kran soll stattdessen auf der unteren Stromseite auf dem durch Kies angeschütteten Bett platziert werden. Zu diesem Zweck werden wiederum die Fische temporär umgesiedelt.
Die Denkmalschutzbehörde fordert bei der Sanierung, dass die ursprünglich verwendeten Materialien so weit wie möglich wieder verwendet werden müssen. Darum werden die Metallteile von der Bad Sachsaer Firma Kälz nicht einfach nachgebaut, sondern so viel von dem alten Eisen wie möglich wird erhalten. Auch die Betonpfeiler bleiben erhalten: eine Untersuchung der Uni Hannover ergab, dass sie standfest sind, lediglich die Oberflächen sind schlecht. Auf die vorhandenen Stützen werden daher Betonplatten aufgelegt; die Betonarbeiten wird die Firma Domeier aus Rhumspringe machen. Und ein weiteres Gewerk ist beteiligt: Firma Wrobel aus Osterhagen wird die Elektroarbeiten machen, sprich, die schönen Lampen abbauen und hinterher wieder aufstellen. Dass die Förderbedingungen es zulassen, hiesige Unternehmen mit den Arbeiten zu beauftragen, freut den Förderverein Königshütte besonders.

Die Sanierungsarbeiten des denkmalgeschützten Bauwerks sind mit 210.000 Euro veranschlagt, wobei gut 40.000 Euro von der Stadt Bad Lauterberg getragen werden, und rund 162.000 Euro sind Fördergelder aus dem LEADER-Programm. „Wir sind ja ein ganz armer Verein, und ohne Fördergelder wäre eine solche Sanierung niemals denkbar“, sagte Fritz Dittmar vom Vorstand des Fördervereins Königshütte am Dienstag beim Startschuss für die Arbeiten.
Das Scholmwehr ist über den Mühlengraben mit der Königshütte verbunden und reguliert seit jeher dort die Wasserversorgung. „Die Königshütte lebt vom Wasser dieser Brück - warum Scholmwehr und Mühlengraben nicht zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, weiß kein Mensch“, so Dittmar.

Die ursprünglich aus Holz gebaute Wehrbrücke wurde durch Hochwasser zerstört. Die jetzige Wehrbrück wurde im Jahre 1905 von der Königshütte massiv in Beton und Stahl neu errichtet, erläuterte Christian Mühl, der 2. Vorsitzende des Förderkreises, der die Kreativität der beteiligten Firmen bei der Planung und Problemlösung lobte.
Bürgermeister Dr. Thomas Gans dankte allen, die mitgekämpft und mitgeplant haben, um die Sanierung Realität werden zu lassen: „Wir haben gemeinsam für die Finanzierung gekämpft, denn das Scholmwehr ist allen Lauterbergern ein Anliegen. Ich freue mich schon auf die Eröffnung der neuen Brücke!“

Jetzt heißt es für alle Lauterberger und Gäste erst einmal, einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen, um vom Kurparkeingang auf den Kirchberg zu gelangen: sie müssen einstweilen auf die Schanzenbrücke ("Zirkler-Brücke")  oder die Wilhelmi-Brücke im Kurpark ausweichen.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche