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Geschrieben von Boris Janssen am 15. November 2013
Aktuell

Jede Menge Spatenstiche

Umgestaltung der KGS-Schulhöfe: Erster Bauabschnitt ist in Angriff genommen – auch Schüler und Lehrer packten mit an

Setzlinge und Sitzgelegenheiten: Die neue von Schülern und Lehrern bepflanzte Böschung wird dem Schulhof im nächsten Sommer sicher schon ein ganz anderes Bild geben.
Setzlinge und Sitzgelegenheiten: Die neue von Schülern und Lehrern bepflanzte Böschung wird dem Schulhof im nächsten Sommer sicher schon ein ganz anderes Bild geben.
Der erste Bauabschnitt macht Fortschritte: Das Fußballfeld ist schon fast fertig und die öde Asphaltfläche wurde mit Beeten als Einsprengsel aufgelockert. Nach und nach sollen so beide Schulhöfe immer attraktiver werden.
Der erste Bauabschnitt macht Fortschritte: Das Fußballfeld ist schon fast fertig und die öde Asphaltfläche wurde mit Beeten als Einsprengsel aufgelockert. Nach und nach sollen so beide Schulhöfe immer attraktiver werden.
An die Spaten… fertig… los! Ein Schülertrupp mit Bürgermeister Thomas Gans (links) und Schulleiter Rainer Jakobi (rechts).
An die Spaten… fertig… los! Ein Schülertrupp mit Bürgermeister Thomas Gans (links) und Schulleiter Rainer Jakobi (rechts).

Endlich! Die Umgestaltung der KGS-Schulhöfe ist losgegangen. Der erste Bauabschnitt nimmt bereits erkennbare Formen an. Und am Donnerstag (14.11.2013) haben Schüler und Lehrer eine Maßnahme sogar selbst in die Hand genommen. Sie pflanzten Bäume für eine neue, deutlich hübschere Böschung.

 

Konzept mit zwei Dutzend Maßnahmen

Die Idee zur Umgestaltung der beiden Höfe von Haupt- und Nebengebäude der Kooperativen Gesamtschule (KGS) reift ja schon einige Zeit heran und kommt nicht von ungefähr: Noch langweiligere Brachflächen sind in Bad Lauterberg schwer zu finden. In Zusammenarbeit mit einem Hannoveraner Planungsbüro entstand ein umfangreiches „Freiraumkonzept“ mit insgesamt zwei Dutzend Einzelmaßnahmen – und natürlich einer seitenlangen Kostenschätzung, die im sechsstelligen Bereich endet. Kein Wunder, schließlich gilt es Tausende Quadratmeter Asphaltwüste aufzuwokken.

Die Umsetzung in mehreren Bauabschnitten wird wohl Jahre dauern. Außerdem muss der Landkreis ja auch verschiedene Okays geben – einerseits als Schulträger, andererseits als Bauaufsicht. Was das Finanzielle angeht, hatte die KGS selbst bereits im September 2012 kräftig vorgelegt: Die 30.000 Euro, die damals beim Sponsorenlauf zusammenkamen, kann Schulleiter Rainer Jakobi noch heute kaum fassen.

Die Startfinanzierung steht also schon lange. Im Sommer kam dann die Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt, die Ecke hinter dem Fachtrakt des Hauptgebäudes. So konnte es denn zu den Herbstferien endlich losgehen. Als erstes wurde die Monotonie buchstäblich etwas aufgebrochen: Ein Teil Asphalt verschwand, wurde zu einem Pflanzbeet und einer neuen Böschung umgestaltet. Die sollen das inzwischen aus Metalltoren und Ballfanggittern aufgebaute Fußballfeld umrahmen und mit Steinen und Baumstämmen zum Sitzen einladen.

 

Aktionstag: „Was Schüler selber gestalten, achten sie auch.“

Die Böschung, Maßnahme 3 des Bauabschnitts, sollte laut Freiraumkonzept mit „standortgerechten, einheimischen Bäumen“ bepflanzt werden. Diese Aufgabe übernahm nun am Donnerstag die Schule selbst im Rahmen eines Aktionstages. Im Vorfeld sollte jede Klasse eine Schülerin oder einen Schüler zur Teilnahme wählen. So machten sich denn 40 ausgesuchte Eleven und drei Lehrer an die Arbeit. Die Größeren fuhren mit Rainer Jakobi zum Schulwald im Luttertal und besorgten geeignete Setzlinge, die Kleineren bereiteten derweil den Pflanzgrund vor.

Auf diese Weise lernten die Schüler nicht nur ganz beiläufig etwas über Biologie. Die Aktion hatte für den Schulleiter zudem eine soziale Komponente: „Was die Schüler selber gestalten, das wird auch geachtet.“

Und natürlich hat der Aktionstag auch Geld gespart. Zum einen durch den eigenen Arbeitseinsatz und zum anderen hatte das Niedersächsische Forstamt Lauterberg, mit dem die KGS schon seit längerem kooperiert, der Schule die umgesetzten Bäumchen geschenkt.

Zur Belohnung gab es am Ende für die Teilnehmer Bratwurst satt. Übrigens auch für Bürgermeister Dr. Thomas Gans, der einen Blick auf die bisherigen Ergebnisse werfen wollte – und mal gleich zum Helfen verdonnert wurde. Schließlich harrte da noch der Jubiläumsbaum seiner Einpflanzung. Der stand seit der 40-Jahr-Feier im Juni einfach so im Blumentopf. Manchmal dauert eine Schulhofgestaltung halt länger…


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