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Geschrieben von Peter Bischof am 03. November 2020
Aktuell

Mad Maroons-Jubiläum abgesagt

Im nächsten Jahr Open-Air-Konzert geplant

Die Party zum 55-Jährigen muss ausfallen. Die Ur-Mad Maroons Reiner „Latschen“ Bartels, Bernd Bauer und Dieter „Mausi“ Manß (von links). Foto: Detlef Seidel
Die Party zum 55-Jährigen muss ausfallen. Die Ur-Mad Maroons Reiner „Latschen“ Bartels, Bernd Bauer und Dieter „Mausi“ Manß (von links). Foto: Detlef Seidel
Auch nach 55 Jahren kein bisschen leise: Bernd Bauer in voller Aktion. Foto: Peter Bischof
Auch nach 55 Jahren kein bisschen leise: Bernd Bauer in voller Aktion. Foto: Peter Bischof
Ähnlich wie John Deacon von Queen oder John Entwistle von The Who gibt er auf der Bühne den etwas ruhigeren Part: Reiner „Latschen“ Bartels. Foto: Peter Bischof
Ähnlich wie John Deacon von Queen oder John Entwistle von The Who gibt er auf der Bühne den etwas ruhigeren Part: Reiner „Latschen“ Bartels. Foto: Peter Bischof

In diesem Jahr feiert die Beatband Mad Maroons ihr 55-jähriges Bestehen. Doch das Jubiläum muss still und leise über die Bühne gehen. Die eigentlich für Samstag, 14. November, geplante Oldie Night musste schon vor einigen Monaten wie so viele andere Konzerte und Kulturveranstaltungen abgesagt werden.

Aber man hoffe, so Reiner „Latschen“ Bartels, spätestens im nächsten Jahr mit einem Open-Air-Oldie-Festival das Jubiläum nachzuholen. „Die Vorbereitungen laufen“, blickt das Mad Maroons-Urgestein voraus. Zu den beiden anderen Maroons-Gründungsmitgliedern, Bernd Bauer und Dieter „Mausi“ Manß, hält er deshalb  Kontakt. Proben brauchen die drei nicht mehr zusammen, die  Songs wie With a Girl like you von den Troggs oder Hold tight von Dave Dee sitzen nach über einem halben Jahrhundert gemeinsamer Auftritte.

Wenn die Drei telefonieren, geht es um gemeinsame Erinnerungen, um ihre Anfänge. 1965 traten die Mad Maroons erstmals auf. Damals war der inzwischen verstorbene Horst Wode als viertes Gründungsmitglied noch dabei. Vor dem Fernseher fieberte man mit Hoss und Little Joe bei Bonanza mit und wagte mit Fury am Sonntagnachmittag einen Ausritt. Und der Beatclub ging auf Sendung. Am Samstagabend ging man aus, feierte mit den Livebands wie den Mad Maroons bei den Colabällen.

Lange her! Wie Mick Jagger und Keith Richards können deshalb auch die lokalen Gitarrenhelden ihr Alter nicht verleugnen. Aber so ganz ohne Musik wird es bei „Latschen“ so schnell nicht gehen. Deshalb hat „Latschen“ schon wieder eine neue Band auf die Beine gestellt. Ganz klassische Vierer-Besetzung: zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug. Die Band wird sich dann bei dem geplanten Freiluft-Konzert ebenfalls dem Publikum vorstellen. Auf jeden Fall wurde schon fleißig geprobt. Alles mit großen Abständen und strikten Hygienemaßnahmen. Aber auch das muss jetzt aufgrund der neuen Bestimmungen vorerst wieder ausfallen.

Auch wenn „Latschen“ mit den Namen der neuen Bandmitglieder noch nicht herausrückt, verrät er aber gern, was so auf der Playlist steht: Lola von den Kinks, Lay Down Sally von Eric Clapton, Highway to hell von AC/DC und Lokomotive Breath von Jethro Tull, um nur einige Titel zu nennen. „Von den Rolling Stones spielen wir It‘s all over Now, The last Time und Jumpin Jack Flash“, zählt er auf. Und natürlich Satisfaction.

Zu den Songs der 60er bis 80er Jahre gehören auch Rockin‘ in a free world von Neil Young und You really got me von den Kinks. Und wenn Daniela Bartels bei den Auftritten der Band dabei sein kann, wird sie Venus von Shocking Blue und You‘re so vain von Carly Simon singen.


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