Geschrieben von Gordy am 10. September 2012
Aktuell
Mit diesem Zitat von Albert Schweitzer leitete die 1. Vorsitzende des ambulanten Hospizdienstes Osterode, Heidrun Ische, am vergangenen Mittwoch im Haus Lukas (Seniorenresidenz Kursana) einen Informationsvortrag ein, der sich an interessierte Bewohner und Angehörige richtete. Es wäre schön gewesen, so viel sei vorweg genommen, wenn mehr informationshungrige Interessenten anwesend gewesen wären, denn gerade doch den pflegenden Angehörigen bietet der ambulante Hospizdienst Entlastung. Die an diesem Abend Anwesenden waren sich einig darüber, dass man die Pflege und die Begleitung auf dem letzten Abschnitt des Lebensweges nicht zu einem sogenannten "Tabu-Thema" werden lassen darf. Das Sterben gehöre nun einmal ebenso zum Leben, wie die Geburt. Der Umgang mit Letzterem sei natürlich leichter und unbeschwerter, führe aber am Ende unweigerlich wieder zu den hier angesprochenen Themen.
Seit 1999 ist der ambulante Hospiz-Dienst in Osterode und Umgebung ehrenamtlich tätig und als gemeinnützig anerkannt. Seine Arbeit finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Er wird gefördert von den evangelischen und katholischen Kirchen vor Ort und der Landeskirche Hannover in Form von Zuwendungen aus Kollektengeldern und seit Oktober 2003 auch durch die Krankenkassenverbände.
Leitgedanke ist, ein menschenwürdiges Sterben zu Hause - sofern pflegerisch und medizinisch vertretbar - zu ermöglichen. Zu den angestrebten Wunschzielen gehöre auch die enge Zusammenarbeit mit allen ambulanten oder stationären Pflegediensten und auch mit den behandelnden Ärzten. "Ärzte behandeln, Pflegekräfte pflegen und wir ehrenamtliche Mitarbeiter schenken den Menschen unsere Zeit", so Heidrun Ische. Alle ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterinnen und -mitarbeiter würden selbstverständlich in einem speziellen Seminar sorgfältig auf die Hospizarbeit vorbereitet. Sie würden in ihrer Schulung von entsprechend ausgebildeten, kompetenten Koordinatoren unterstützt. Unabdingbar für die Hospizarbeit seien drei Dinge: Wahrnehmen, Zuhören, Verstehen. Der Hospizdienst helfe prinzipiell unentgeltlich und unabhängig von Alter, Konfession und Weltanschauung. Das Hilfsangebot richte sich selbstverständlich auch an Menschen, die nicht Mitglieder im Hospiz-Verein sind. Hier im Haus Lukas würde man sich sehr darüber freuen, wenn sich die Resonanz auf solche Info-Vorträge zukünftig deutlich verbessern würde.
Ambulanter Hospizdienst informierte im Haus Lukas
"Man muss seinen Mitmenschen Zeit widmen, denn wir leben nicht in einer Welt, die uns allein gehört".
Mit diesem Zitat von Albert Schweitzer leitete die 1. Vorsitzende des ambulanten Hospizdienstes Osterode, Heidrun Ische, am vergangenen Mittwoch im Haus Lukas (Seniorenresidenz Kursana) einen Informationsvortrag ein, der sich an interessierte Bewohner und Angehörige richtete. Es wäre schön gewesen, so viel sei vorweg genommen, wenn mehr informationshungrige Interessenten anwesend gewesen wären, denn gerade doch den pflegenden Angehörigen bietet der ambulante Hospizdienst Entlastung. Die an diesem Abend Anwesenden waren sich einig darüber, dass man die Pflege und die Begleitung auf dem letzten Abschnitt des Lebensweges nicht zu einem sogenannten "Tabu-Thema" werden lassen darf. Das Sterben gehöre nun einmal ebenso zum Leben, wie die Geburt. Der Umgang mit Letzterem sei natürlich leichter und unbeschwerter, führe aber am Ende unweigerlich wieder zu den hier angesprochenen Themen.
Seit 1999 ist der ambulante Hospiz-Dienst in Osterode und Umgebung ehrenamtlich tätig und als gemeinnützig anerkannt. Seine Arbeit finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Er wird gefördert von den evangelischen und katholischen Kirchen vor Ort und der Landeskirche Hannover in Form von Zuwendungen aus Kollektengeldern und seit Oktober 2003 auch durch die Krankenkassenverbände.
Leitgedanke ist, ein menschenwürdiges Sterben zu Hause - sofern pflegerisch und medizinisch vertretbar - zu ermöglichen. Zu den angestrebten Wunschzielen gehöre auch die enge Zusammenarbeit mit allen ambulanten oder stationären Pflegediensten und auch mit den behandelnden Ärzten. "Ärzte behandeln, Pflegekräfte pflegen und wir ehrenamtliche Mitarbeiter schenken den Menschen unsere Zeit", so Heidrun Ische. Alle ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterinnen und -mitarbeiter würden selbstverständlich in einem speziellen Seminar sorgfältig auf die Hospizarbeit vorbereitet. Sie würden in ihrer Schulung von entsprechend ausgebildeten, kompetenten Koordinatoren unterstützt. Unabdingbar für die Hospizarbeit seien drei Dinge: Wahrnehmen, Zuhören, Verstehen. Der Hospizdienst helfe prinzipiell unentgeltlich und unabhängig von Alter, Konfession und Weltanschauung. Das Hilfsangebot richte sich selbstverständlich auch an Menschen, die nicht Mitglieder im Hospiz-Verein sind. Hier im Haus Lukas würde man sich sehr darüber freuen, wenn sich die Resonanz auf solche Info-Vorträge zukünftig deutlich verbessern würde.
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