Geschrieben von ski am 18. August 2012
Großzügiges Geschenk: Tisch und Bänke am Großen Herzbek
Dieter und Marion Müller spendeten anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit
Eine ganz große Welle der Spendenbereitschaft und des Engagements der Bürger hat Bad Lauterberg erfasst. Für das Wohl der Stadt greifen in jüngster Zeit nicht nur Geschäftsleute, sondern auch Bürger ganz privat in ihren Geldbeutel und helfen mit, Dinge voranzubringen, die sich die klamme Stadt ansonsten nicht leisten könnte.
Dieter und Marion Müller, die kürzlich ihre Goldene Hochzeit feiern konnten, spendeten aus diesem Anlass einen Tisch und zwei Bänke an einem herrlichen Aussichtsplätzchen an der Odertalsperre. Obwohl das Ehepaar Müller seit der Übergabe des Parkhotels Weber-Müller am Bodensee wohnt, fühlen sich die beiden doch weiterhin sehr eng mit Bad Lauterberg verbunden und kommen auch regelmäßig her. Ein kleiner Imbiss zur Einweihung der neuen Sitzgelegenheit bewies, dass diese Stelle am Großen Herzbek, der ersten großen Bucht der Odertalsperre, sich hervorragend zum Picknicken eignet - wunderbarer Blick auf die Segler und Windsurfer inklusive.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Teyke bedankte sich im Namen der Stadt, des Kneipp-Vereins und auch der Bürger und Gäste für die Schenkung: "Wir sind mehr als je zuvor darauf angewiesen, dass die Bürger ihrer Stadt helfen". Das fand auch Dieter Müller, der seit 51 Jahren Mitglied des hiesigen Kneipp-Vereins ist. Er wünscht sich, dass noch mehr Bewegung entsteht, die die Stadt voranbringt: "Ideen bekommt man, wenn man mit offenen Augen durch die Lande geht".
Hoffen auf Nachahmer
Jürgen Heidelberg, der Wegewart des Kneipp-Vereins, hat zusammen mit 1-Euro-Jobbern den massiven Holztisch und die beiden Bänke aufgestellt, was angesichts des felsigen Bodens recht beschwerlich war. Außerdem wurde an dieser Stelle die Uferböschung vom Bewuchs etwas freigeschnitten, damit die Wanderer und Spaziergänger die herrliche Aussicht auf die Talsperre genießen können.
Heidelberg hofft ebenso wie Dieter Müller, dass andere dem Vorbild der Müllers folgen werden: "Wir vom Kneippverein wünschen uns noch mehr Bänke - die Stifter werden darauf mit einer Inschrift verewigt und können sich auch den Standort aussuchen". Und der Wegewart verrät: "Ab 150 Euro ist man dabei".
Noch mehr gute Ideen gibt es auch für den neuen Rastplatz am Großen Herzbek: ein Badesteg wäre an dieser Stelle eine hervorragende Ergänzung zur neuen Sitzgelegenheit. Dann könnte man nicht nur schwimmen, auch die Windsurfer des nahegelegenen Segelclubs könnten ihn ansteuern.

