Geschrieben von ski am 04. Juli 2021
Kulturfest macht auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam
Auf dem Osteroder Brauhausplatz wurde das erste Streetfestival vom Verein Frauen für Frauen organisiert







Am Samstag, den 3.07.2021 fand auf dem Osteroder Brauhausplatz das Street Festival des Vereins Frauen für Frauen Osterode e.V. statt. Mit diesem Kulturfest machte der Verein besonders auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam. "Häusliche Gewalt betrifft in etwa jede vierte Frau", berichtete Susanne Dreymann. Sie ist die Bereichsleitung der Stabstelle Häusliche Gewalt des Vereins und nannte Fakten: 141.000 Fälle von häuslicher Gewalt fanden 2019 statt, 81 Prozent der Opfer waren Frauen. "Häusliche Gewalt kann jeden treffen, aber nicht jeder findet alleine Wege und Lösungen, um ihr zu entkommen!", so Dreymann. Sie rief zur Achtsamkeit und zum Hinhören und Hinschauen auf. Osterodes Bürgermeister Jens Augat dankte dem Verein, der mit seinen vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangeboten ein unglaublich wichtiger Akteur in der städtischen Gesellschaft sei. Die Corona-Pandemie habe wie ein Brennglas für bestehende Probleme gewirkt, um so wichtiger sei, dass immer wieder auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam gemacht werde. Der Bürgermeister freute sich auch über das Festival, das die erste Veranstaltung auf dem Brauhausplatz war, der in Zukunft noch viel stärker für Kulturveranstaltungen genutzt werden soll. Augat stellte auch die neue Quartiersmanagerin Juliet Jeske vor, die in die Auenstraße 9 einziehen und für die Menschen in der Innenstadt vor Ort sein werde. Sie wird auch ein Ansprechpartner sein für Ehrenamtliche und Kooperationspartner, die sich für das Quartier einbringen wollen.
Die Besucher genossen eine Aufführung des Theaters der Nacht: "Geschichten aus dem Bauch der Frau Mond". Für Musik sorgte die Band "Schräge Vögel".
Fotos: Inge Holzigel