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Geschrieben von ski am 05. Oktober 2021
Aktuell

Das Böse mit Gutem überwinden

Andacht am Soldatengrab zum Tag der deutschen Einheit

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Im vergangenen Jahr wurde das „Soldatengrab“ auf dem Scholben am Tag der deutschen Einheit mit einer Andacht neu eingeweiht, und auch in diesem Jahr wanderten wieder Mitglieder der Jugendkirche Paulus, des Harzklubs und Besucher*innen an die Gedenkstelle. Der Bad Lauterberger Harzklub war es gewesen, der den Ort nach einem schweren Sturmschaden wieder hergerichtet hatte, und der 2. Vorsitzende Volkmar Rudolph freute sich, dass sich einige Lauterbergerinnen und Lauterberger dort oben eingefunden hatten.

Auch an diesem 3. Oktober wurde den Opfern von Krieg und Vertreibung gedacht, und Bürgermeister Dr. Thomas Gans mahnte, gerade am Tag der deutschen Einheit nicht zu vergessen, dass die deutsche Teilung ein Ergebnis des zweiten Weltkriegs war. „ Dieser Ort bleibt ein Mahnmal und eine Erinnerung daran, dass es unser aller Aufgabe ist, immer für ein friedliches Miteinander einzutreten“.

„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“: dieser Satz des Apostels Paulus war auch der Inhalt der bewegenden Andacht, die Jugendpastor Simon Burger wieder mit Mitgliedern der Juki Paulus gestaltete. Sie hatten, wie die meisten Anwesenden, die kleine (aber steile) Wanderung vom ehemaligen Hotel am Wiesenbeker Teich aus unternommen.

Tatsächlich liegt oben auf dem Scholben an der Stelle, die man Soldatengrab nennt, höchstwahrscheinlich gar kein Soldat begraben. Aber gesichert ist, dass das Grab als Gedenkort in der Nachkriegszeit im Jahr 1955 auf Initiative des Lehrers Rinne mit Schülern errichtet wurde. Viele Einheimische, die keine Grabstätte für ihre im Krieg umgekommenen Angehörigen hatten, haben an dieser Stätte ihrer Toten gedacht. Und vielen Lauterbergern ist der Ort noch dadurch bekannt, dass von der Schule aus Wanderungen dorthin unternommen wurden. Inzwischen hat man dort oben aufgrund der vielen abgestorbenen Bäume einen atemberaubenden Blick auf die umliegenden Berge.


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