.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Dienstag, 20. Oktober 2026
Login



Geschrieben von Bernd Jackisch am 03. August 2012
Aktuell

BI Bad Lauterberg: Ferien(s)pass am Iberg

Die Bad Lauterberger Ferienpasskinder mit ihren Betreuern der BI vor dem HöhlenErlebnisZentrum.
Die Bad Lauterberger Ferienpasskinder mit ihren Betreuern der BI vor dem HöhlenErlebnisZentrum.
Geschafft – der Nachbau der Lichtensteinhöhle ist bezwungen.
Geschafft – der Nachbau der Lichtensteinhöhle ist bezwungen.
Die Nachbildung eines in der Lichtensteinhöhle Beerdigten.
Die Nachbildung eines in der Lichtensteinhöhle Beerdigten.
Schädel, der in der Lichtensteinhöhle gefunden wurde.
Schädel, der in der Lichtensteinhöhle gefunden wurde.
Vor 385 Millionen Jahren entstand der Iberg als Korallenriff in der Südsee.
Vor 385 Millionen Jahren entstand der Iberg als Korallenriff in der Südsee.
Mit großem Interesse folgen die Kinder den Erläuterungen der Museumsführerin.
Mit großem Interesse folgen die Kinder den Erläuterungen der Museumsführerin.

Die Bürgerinitiative Bad Lauterberg (BI) nimmt seit vielen Jahren am Ferienpass der Stadt Bad Lauterberg teil. Damit die angebotene Veranstaltung auch jeweils eine gute Resonanz findet, lassen sich die BI-Vorstandsmitglieder stets etwas Außergewöhnliches einfallen. Diesmal organisierte die BI eine Busfahrt zum »Höh­len­Er­leb­nisZen­trum« nach Bad Grund. Gemäß dem Motto „In der Jugend liegt die Zukunft“ übernahm die BI die Buskosten und das Eintrittsgeld für die Kinder. Bei solch recht günstigem und außerdem noch lehrreichem Angebot war es auch nicht verwunderlich, dass die Fahrt mit 25 Kindern und zehn Betreuern schnell ausgebucht war.

Nach rund halbstündiger Busfahrt war das »Höh­len­Er­leb­nisZen­trum« erreicht, welches im vergangenen Jahr den „Museumspreis 2011“ der Niedersächsischen Sparkassenstiftung für die innovative Vermittlung von Geschichte bekam.

Museum am Berg – Die Toten aus der Lichtensteinhöhle

Zunächst wurde den jungen Besucherinnen und Besuchern ein Einblick in die Bronzezeit gewährt und unter fachkundiger Führung das „Museum am Berg“ angeschaut. Es zeigt die Funde und sensationellen Forschungsergebnisse aus der Lichtensteinhöhle. Diese Höhle nahe Osterode war vor fast 3000 Jahren das Grab eines Familienclans. Im „Museum am Berg“ wird unter anderem die Lichtensteinhöhle nachgebildet, in der Archäologen vor gut zehn Jahren 40 Skelette aus der Bronzezeit entdeckt haben. 300 Nachfahren aus der nächsten Umgebung der Lichtensteinhöhle haben in einer von den Göttinger Anthropologen initiierten Aktion freiwillig ihre DNA für die Tests abgegeben und dazu beigetragen, den ältesten Stammbaum der Menschheitsgeschichte von über 120 Generationen zu erstellen.

Auch dieser wurde den Besuchern aus Bad Lauterberg „Museum am Berg“ gezeigt und eingehend erläutert. Außerdem werden in dem Museum die sensationellen Ergebnisse der archäologischen Erforschung der Lichtensteinhöhle gezeigt. Einmalig in Deutschland ist zudem, dass die für Touristen normalerweise unzugängliche Höhle mit wissenschaftlichen Methoden im Original rekonstruiert und nachgebaut wurde. Schwebend hängt sie direkt unter der Decke des Museums und ist durch die Besucher begehbar beziehungsweise kann durchkrochen werden. Das musste man den Ferienpasskindern nicht zweimal sagen, zum Teil mehrfach wurde die Höhle mit viel Spaß bezwungen.

Museum im Berg – Der Iberg, ein Riff auf Reisen

Für das zweite Museum wurde ein 160 Meter langer unterirdischer Hohlraum in den Fels gesprengt, um die Geschichte des „Riffs auf Reisen“ für die Besucher erlebbar zu machen. Der Iberg war nämlich einst ein Korallenriff, er entstand vor 385 Millionen Jahren in der Gegend des heutigen Madagaskar. Die Plattenbewegungen brachten ihn schließlich im Laufe von vielen Millionen Jahren nach Norddeutschland.

Iberger Tropfsteinhöhle

Ein weiteres Highlight war anschließend die Führung durch die viele Millionen Jahre alte Iberger Tropfsteinhöhle. Sie gehört seit 1874 zu den berühmten Schauhöhlen im Harz. Ihre seltene Entstehungsgeschichte und die Verknüpfung mit dem Bergbau machen sie europaweit einzigartig. Auch die Jungen und Mädchen des Bad Lauterberger Ferienpasses waren von der geheimnisvollen Unterwelt, dem Reich des Zwergenkönigs Hübich, fasziniert. Während im Außenbereich eine drückende Hitze herrschte, war in der Iberger Tropfsteinhöhle, in der ganzjährig eine Temperatur von 8 bis 9 Grad sowie eine Luftfeuchtigkeit von nahezu 100 Prozent herrschen, schon eine Strickjacke angebracht. Zwischen Ein- und Ausgang der Höhle, die eingetragenes Naturdenkmal des Landkreises Osterode am Harz ist, mussten 27 Meter Höhenunterschied, verteilt auf 136 Stufen, überwunden werden. Zum Schutze der Fledermäuse ist Filmen und Fotografieren in der Höhle nicht erlaubt.

 


.................................................................................................................................................

Bild der Woche