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Geschrieben von Swenja Tölle am 11. Juli 2012
Aktuell

Bildungskonferenz zur inklusiven Schule

Unter dem Motto „Zusammen wachsen - Herausforderung Inklusion gemeinsam meistern“ fand am Montagnachmittag die 11. Bildungskonferenz der Bildungsregion Göttingen mit Planungswerkstatt für Grund- und Förderschulen in der KGS Bad Lauterberg statt.

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Prof.Dr. Hermann Veith und Dr. Adda Sasse
Prof.Dr. Hermann Veith und Dr. Adda Sasse
von links: Gero Geißlreiter, Dr.Adda Sasse, Nina Zastrow und Hausherr Rainer Jakobi
von links: Gero Geißlreiter, Dr.Adda Sasse, Nina Zastrow und Hausherr Rainer Jakobi


Die Konferenz wurde in Kooperation mit dem Netzwerk Lehrerfortbildung der Universität Göttingen durchgeführt und ist als Fortbildungsveranstaltung für niedersächsische Lehrkräfte anerkannt.

Mit der Verabschiedung durch den Niedersächsischen Landtag am 20.03.2012 liegt das Gesetz zur Einführung der inklusiven Schule vor. Für die teilnehmenden 120 Pädagogen aus über 30 Grund- und Förderschulen der Landkreise Osterode, Göttingen und Northeim waren viele Fragen offen, die letztendlich an diesem Nachmittag durch kompetentes Fachpersonal beantwortet wurden. Nach dem „Ankommen auf dem Kompetenzmarktplatz“ Foyer hatten die Pädagogen die Gelegenheit, sich erstmalig zu beschnuppern und Erfahrungswerte auszutauschen. Anschließend wurden alle Pädagogen von Schulleiter Rainer Jakobi, dem ersten Kreisrat Gero Geißlreiter vom Schulträger, dem Landkreis Osterode, Bildungsmanagerin Nina Zastrow von der Bildungsregion Göttingen und Rüdiger Reyhn vom Regionalverband Südniedersachsen begrüßt. Jährlich absolvieren die Pädagogen zwei Bildungskonferenzen unterschiedlicher Fachbereiche. Die Bildungskonferenz zum aktuellen Thema Inklusion soll den Pädagogen die Ängste nehmen. Dieses wurde mit dem Referat zum Thema von Frau Dr. Ada Sasse vom Institut für Erziehungswissenschaften der Humboldt-Universität Berlin und der Thüringer Forschungs- und Arbeitsstelle für den gemeinsamen Unterricht angestrebt. „Dr. Ada Sasse bringt als renommierte Expertin viel eigene Erfahrung mit ein und nimmt die Zukunftsängste“, so Nina Zastrow und Gero Geißlreiter unabhängig voneinander.
Seit dem 26. März 2009 gilt die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Die Konvention verpflichtet die Vertragsstaaten, Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen des Lebens eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Hierzu zählen unabhängige Lebensführung, Arbeit, Gesundheit und Mobilität sowie Zugang zu Information und Kommunikation, Justiz und Bildung. Für Schulen und Pädagogen ist die UN-Konvention eine Herausforderung, aber auch die Chance, gemeinsam mit allen Beteiligten ein Schulsystem zu etablieren, das den Anforderungen an eine „Schule für alle“ gerecht wird.

Die Ängste der Pädagogen lagen oft im Bereich Personalbedarf. Jeweils ein Grundschullehrer soll gemeinsam mit einem Pädagogen einer Förderfachschule den Unterricht gestalten. Somit sind für das Gelingen einer inklusiven Schule neue Mitarbeiter nötig. In der Planungswerkstatt wurden verschiedene Dinge wie Pädagogisches Grundwissen, Unterrichtsformen, Kooperation, Planung und natürlich die spätere Leistungsbewertung angesprochen und die konkrete Umsetzung in die Praxis und die regionalen Rahmenbedingungen in den Fokus der Veranstaltung gerückt.
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