Geschrieben von Svenja Friedrich am 27. April 2022
„Wir haben erfolgreich geholfen“
Das Testzentrum im Kurhaus schließt seine Pforten, Impfungen finden dort weiterhin statt
Das Testzentrum im Kurhaus schließt zum 1. Mai, wie Benjamin Muschinsky und Melanie Biniara mitteilen. Nachdem es nach einer ersten Öffnungsphase wegen zurückgehender Fallzahlen schon einmal geschlossen war, öffnete es am 8. Dezember 2021 wieder. Während es anfangs noch in Zusammenarbeit mit dem DRK betrieben worden war, sprang nun die Klinik Dr. Muschinsky als Betreiber ein. Aufgrund steigender Inzidenzen und damit einhergehender Verschärfungen der Corona-Regelungen „brummte der Laden“ damals: 50-80 Tests pro Tag wurden von 2-4 Angestellten durchgeführt.
Für die Bereitstellung dieses Teams sorgte auch Melanie Biniara, Inhaberin des Café Movement und gelernte Krankenschwester. Sie alle hatten die entsprechende Ausbildung absolviert, um den reibungslosen Ablauf im Testzentrum zu gewährleisten - und der lag allen Beteiligten am Herzen, schließlich war es nicht immer ganz einfach, die in der Schlange Wartenden von bereits Getesteten, aber eventuell Erkrankten zu trennen. Und so war das geräumige Kurhaus mit seinen separaten Ein- und Ausgängen ein praktischer Standort für das Procedere. „Wir haben erfolgreich geholfen“, so Benjamin Muschinsky. Aufgrund ständiger und zum Teil sehr kurzfristiger Anpassungen der Regelungen war das nicht immer ganz stressfrei, doch sein Dank gilt speziell dem zuständigen Gesundheitsamt, das ein verlässlicher Partner war.
Seit Dezember wurden insgesamt 7126 Menschen getestet, davon erhielten 137 die Nachricht, dass sie sich mit dem Corona-Virus infiziert haben. Da diese Nachricht diverse Folgen mit sich bringt und nicht jeder die aktuellen Regelungen parat hat, wird es im Kurhaus zukünftig Beratungsnachmittage diesbezüglich geben, der Erste findet am 13. Mai statt. Und auch die zweiwöchentlichen Impftermine werden bis auf Weiteres angeboten, jeweils mittwochs in der Zeit von 10-14:30 Uhr.
Wer sich zukünftig testen lassen will oder muss, kann auf die anderen Anlaufstellen im Stadtgebiet zurückgreifen: Das Testzentrum in der Aue, die Kirchberg-Klinik und teilnehmende Apotheken. Da der weitere Verlauf der Pandemie nicht vorherzusehen ist, kann es theoretisch natürlich sein, dass das Testzentrum wieder öffnen muss – doch das wäre kein Problem, alle Beteiligten haben schließlich inzwischen Übung, „und die Software lagern wir erstmal ein“, so Benjamin Muschinsky schmunzelnd. Er und Melanie Biniara hoffen trotz eines bisschen Wehmuts natürlich beide, dass sich die Lage weiterhin so sehr entspannt, dass die Menschen wieder ein normales Leben führen können.
