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Mittwoch, 21. Oktober 2026
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Geschrieben von Dr. Friedhart Knolle am 18. Juli 2022
Aktuell

"Wir sind Juden aus Breslau"

Sondervorführung im Herzberger Kino am 30./31.8.

Eine jüdische Schulklasse in Breslau 1938Eine jüdische Schulklasse in Breslau 1938
Eine jüdische Schulklasse in Breslau 1938Eine jüdische Schulklasse in Breslau 1938
Anita Lasker-Wallfisch mit Teilnehmern des Workshops im Gefängnishof Wroclaw
Anita Lasker-Wallfisch mit Teilnehmern des Workshops im Gefängnishof Wroclaw
Das Filmplakat
Das Filmplakat

Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies

Deutsch-Polnischer Kulturpreis Schlesien 2017
Ehrenmedaille der Europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw
Weltweit eingeladen auf bedeutende Filmfestivals

www.judenausbreslaufilm.de

Sondervorführung in Herzberg in der Kinowelt Central-Lichtspiele am Dienstag, 30.8.22 um 18.45 Uhr

Mit Einführung durch die Regisseurin Karin Kaper und anschließendem Filmgespräch

In Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeauftragten des Landkreises Göttingen

Zusätzliche Schulvorführung im Kino mit Regisseurin am 31.8.  



Protagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg
sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław

Musik: Bente Kahan, Simon Wallfisch, Patrick Grant, Carlo Altomare

Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.


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Bild der Woche