Geschrieben von Rolf Steinke am 04. März 2023
"Freundlich sein und die Kunden glücklich machen": Das sind die Lehrlinge von heute
Ist der Verkäufer*innen-Beruf noch ein "Traumjob", und ist eine Lehre überhaupt noch zeitgemäß?






In der Kneippstadt gibt es neben den großen Lebenmittelmärken noch recht viele kleine bis mittelgroße Geschäfte. Rewe, Lidl und Aldi sind in der Stadt vertreten und setzen auf Selbstbedienung. Zumindest kann der Kunde nicht erkennen, ob dort Auszubildende anzutreffen sind.
Modehaus, Konditorei und Buchhandel bilden noch aus
Sicher nicht zu übersehen sind in der Hauptstaße die Geschäfte der Firma Rudolphi. Charleen Reinholz hat vor einigen Wochen ihre Lehre im Modehaus mit dem Abschluss als Kauffrau im Einzelhandel erfolgreich absolviert.
Kunden sollen glücklich und zufrieden sein
Im Gespräch mit LauterNEUES bemerkte Charleen, dass sie sich schon immer für Mode interessiert hat. So hat sie sich im Modehaus Rudolphi für eine Ausbildung entschieden, da die Firma für ein schönes Ambiente und die gute und freundliche Beratung durch die Mitarbeiter weithin bekannt ist. Sie hat ihre dreijährige Ausbildung gern absolviert und legt viel Wert darauf, dass sie ihre Kunden freundlich und fachgerecht bedient.
Lesen, Lesen, Lesen
Madelena Tornese absolviert in der Buchhandlung Moller ihre dreijährige Ausbildung zur Buchhändlerin. Sie erklärt, dass sie eine duale Ausbildung macht: An vier Tagen ist sie im Geschäft, einen Tag in der Woche fährt sie dann zur Berufsschule nach Hannover. Vermitttelt wird dort kaufmännisches Wissen, aber auch buchspezifisches Wissen. Als sehr umfassend bezeichnet sie ihre Ausbildung, wobei das Einlesen in das umfangreiche Buchsortiment sehr wichtig ist. Seit der Corona-Pandemie, so Madelena, finden immer mehr gerade junge Leser*innen zum Buch. Als einen Vorteil des stationären Buchhandels bezeichnet die angehende Buchhändlerin, dass eine umfassende Beratung im direkten Gespräch von Vorteil ist.
Lächeln,Lächeln, Lächeln
Josephine Marquardt ist im zweiten Lehrjahr bei der 2-Meister Konditorei Mangold. Sie lernt den Beruf der Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk und Konditorei. Beworben hat sie sich im Internet, und nach dem Vorstellungsgespräch mit Cornelia Mangold startete sie ihre Lehre. Besonders gefallen ihr die Kundenkontakte. Sie achtet dabei darauf, stets freundlich zu den Kunden zu sein.
Spaß an der Kreativität
Leonie Marie Rüdemann ist ebenfalls im zweiten Lehrjahr bei der 2-Meister Konditorei Mangold und möchte Konditorin werden. In den Ferien hat sie in der Konditorei schon gearbeitet und ihr war klar, dass sie nach der Schule dort eine Ausbildung machen möchte. Spaß macht ihr besonders, dass sie kreativ gestalten darf, etwa Osterspezialitäten aus Schokolade oder auch Schautorten. Besonders gefällt ihr, dass sie von allen Beschäftigten im Betrieb akzeptiert wird.
Auch der Verfasser dieses Artikel machte vor vielen Jahren eine Lehre zum Textileinzelhandelskaufmann, leider nur mit mäßigem Erfolg. In einer Klasse mit 18 sehr hübschen Schülerinnen blieb die Aufmerksamkeit für den Lernstoff dank der Blicke auf das andere Geschlecht oft auf der Strecke. Da die Lehre im elterlichen Geschäft absolviert wurde und ein weiterer weiblicher Lehrling eine Lehre absolvierte, blieb es dem Verfasser erspart, den Boden zu reinigen. Damals so üblich... und heute...?