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Geschrieben von PM am 27. April 2023
Aktuell

DGB Kreisverband lädt zu Maikundgebung nach Osterode

Tag der Arbeit 2023 – Gewerkschaften zeigen sich ungebrochen solidarisch

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Der DGB Kreisverband Osterode lädt am ersten Mai zur Kundgebung ein. Diese wird ab 10:30 Uhr in Osterode auf dem Matin-Luther-Platz unter dem Motto „ungebrochen solidarisch“ stattfinden. Auf dem Programm steht natürlich die Mairede. Diese wird von der stellvertretenden Landesleiterin von Ver.di Niedersachsen-Bremen, Ute Gottschaar, gehalten. Vorweg gibt es Segensworte von Andreas Schmidt, Pastor der Paulus-Gemeinde. Nach der Begrüßung durch Sven Ludwig, Vorsitzender des DGB Kreisverband Osterode, wird Jens Augat, Bürgermeister der Stadt Osterode, ein Grußwort halten. Musik kommt von der „Waitingroom Jazzband“. Ebenfalls werden Aktionen für Kinder auf dem Platz angeboten. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Inhaltlich wollen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften zum Tag der Arbeit an bewährte Erfolge anknüpfen. So machen sie Vorschläge für sichere Routen durch diese stürmischen Zeiten.

Dazu Ute Gottschaar:
„Viele der Entlastungspakete wie Energiepreispauschale, Gas -und Strompreisbremse und die Erhöhung des Kindergeldes hätte es ohne unsere Forderungen als Gewerkschaften nicht gegeben. Das ist der Erfolg aller, die – so wie wir heute am 1. Mai - für ihre Vorstellungen und Ideen auf die Straße gehen!“

„Gerade zum Tag der Arbeit ist uns eine Botschaft ganz besonders wichtig: Kräftige Lohn- und Gehaltserhöhungen sind das beste Mittel gegen steigende Lebenshaltungskosten! Das brennt unseren Kolleginnen und Kollegen in den aktuell gerade abgeschlossenen und noch laufenden Tarifrunden wie im öffentlichen Dienstes, im KFZ-Gewerbe, bei der Bahn und im Handel unter den Nägeln. Und insbesondere an die Adresse von Mittelstandsunion und Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sagen wir: Tarifverträge auf Augenhöhe setzen den Arbeitskampf voraus! Unser Grundrecht auf Streik lassen wir uns von niemanden nehmen!“

Inflation und Energiekrise stellen die Menschen vor finanzielle Herausforderungen. Aktuelle Tarifrunden zeigen klar den Handlungswillen abhängig Beschäftigter. „Die Welt ist im Krisenmodus – wir stehen für Gerechtigkeit! Am Tag der Arbeit leben und fordern wir bei den Kundgebungen ungebrochene Solidarität. Die Menschen wollen nicht nur Lasten tragen, sondern Perspektiven und Auskommen haben. Zusammenhalt in Tarifbewegungen und im zivilgesellschaftlichen Engagement: lasst es uns am 1.Mai laut zeigen“, fasst DGB-Regionsgeschäftsführerin Agnieszka Zimowska die Bedeutung des diesjährigen Mottos zusammen.

Der Wandel der Arbeitswelt erfordere eine starke und verlässliche Mitbestimmung. Wer in stürmischen Zeiten am Streikrecht rüttele, gefährde den sozialen Frieden. International beobachten Gewerkschaften, wie Streikbewegungen delegitimiert werden. Auch in Südniedersachsen werde man auf den Maikundgebungen aktuelle Streiks und Lohnforderungen verteidigen.

In einem reichen Land wie Deutschland ist Kinderarmut beschämend. Die soziale Spaltung geht weiter auseinander. Gewerkschaften fordern auch hier ungebrochene Solidarität, damit ein starker Sozialstaat und gute öffentliche Infrastruktur Sicherheit geben. Dafür müssen kommunale- und Landeshaushalte finanziell gestärkt werden und Investitionen in öffentliche Daseinsvorsorge fließen. Der DGB macht gute Vorschläge für eine gerechte Steuerpolitik. Öffentlicher Wohnungsbau, verlässliche Gesundheitsversorgung, zukunftsfähige Schulen und Kitas – das geht nur öffentlich statt privatisiert.

Neben der Kundgebung in Osterode wird es sechs weitere Maiveranstaltungen der DGB Region Südniedersachsen-Harz geben: in Einbeck, Goslar, Göttingen, Seesen, Northeim und Uslar. Mit Thorsten Gröger (IG Metall) ist in Einbeck ist neben Ute Gottschaar (ver.di) ein weiterer gewerkschaftlicher prominenter Redner in der Region. Der voraussichtlich größte Demonstrationszug mit anschließender Kundgebung und Familienfest wird in Göttingen erwartet.


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