Geschrieben von ski am 04. Juli 2023
Der "Mafianachwuchs" wird entlassen
Abschlussfeier an der KGS Bad Lauterberg







Einundsiebzig Schülerinnen und Schüler wurden am Freitag, 30.06.2023, feierlich mit ihrem Abgangszeugnis aus der KGS Bad Lauterberg entlassen. Davon erreichten 12 den Hauptschulabschluss, 8 den Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss, 32 den Sekundarabschluss I – Realschulabschluss und 19 mal wurde der erweiterte Sekundarabschluss I vergeben. Viele stolze Angehörige konnte Schulleiterin Inger Schweer darum am Freitagmorgen in der Aula begrüßen, die der „letzten Schulstunde“ durch Haupt- und Realschulzweigleiterin Anke Tilhein-Engelke beiwohnten. Diese erinnerte an die letzten Jahre und die besonderen Herausforderungen durch die Pandemie, die die Schüler ordentlich durchgeschüttelt hatte. Aber: „ihr habt euch neu sortiert und wieder einen festen Rahmen für das Leben“. Bürgermeister Rolf Lange kam zur Verabschiedung eine halbe Stunde zu spät, tröstete die Anwesenden aber damit, dass er zur Verabschiedung der Schüler letztes Jahr schließlich gar nicht dabei gewesen sei.
Der Mafianachwuchs: zwischen herausragenden Leistungen und Dilletantismus
Ans Eingemachte ging es dann, als die Lehrkräfte Katrin Kemke, Benjamin Schneider und Christoph Karpstein den Schülern, pardon, angehenden Mafiosi, die Leviten lasen. Schließlich habe man sich in der Ausbildung der Nachwuchsmafiosi alle Mühe gegeben, doch zum Schutzgeld eintreiben seien diese einfach zu ehrlich gewesen, die Geldwäsche in der Spülmaschine der Brenderia (Cafeteria) habe nicht geklappt, und selbst die Schmuggelei von Tobacco sei manchmal schiefgegangen - „stupido!“ Aber innerhalb der „Familia“ hätten die Nachwuchspaten doch immer wieder ein gewisses Talent für Chaos und Zerstörung bewiesen. „Eigentlich seid ihr zu herausragenden Leistungen fähig, auch wenn es manchmal den Anschein hat, dass Dilletanten am Werk sind!“, so lautete das Urteil der Mafiosiausbilder.
Dank der Schüler an die Lehrkräfte - sowie an Google und YouTube
„Das Homeschooling war ein riesiger Schock“, so erklärten auch die Schüler in ihrer Rede und erinnerten sich an manche Unterrichtsstunden per Videostreaming, die aufgrund einer angeblich kaputten Kamera, einer schlechten Internetverbindung oder anderen technischen Problemen leider, leider nicht zustande kam. „Wir waren schon ein ziemlich chaotischer Haufen“, merkte Zoe Sekulla selbstkritisch an und bedankte sich neben den Lehrkräften für ihr Engagement auch pflichtgemäß bei Google und YouTube - für die Unterstützung bei den Hausaufgaben.
Ehrungen und Auszeichnungen
Danach gab es natürlich noch die Ehrungen zu verteilen. Zoe Sekulla erhielt dabei gleich drei Preise: den für besonderes soziales Engagement für ihre Klasse 10H, den Preis des Eltern- und Förderervereins für das beste Zeugnis im Hauptschulzweig mit einem Notendurchschnitt von 1,9 sowie den Preis der Stadt Bad Lauterberg für besonderes soziales Engagement für den gesamten Abschlussjahrgang.
Den Preis für besonderes soziales Engagement für die 10R1 erhielt Jonathan Lüke, für die 10 R2 war es Joy Sekulla.
Den Preis des Eltern- und Förderervereins für das beste Zeugnis im Realschulzweig erhielt Joyce Joanna-May Störmer für ihren Schnitt von 1,27.
Auch diesmal kann sich die KGS darüber freuen, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler sich entschieden haben, noch eins draufzusetzen und der Schule erhalten bleiben. So wird es im kommenden Schuljahr gleich drei elfte Klassen der gymnasialen Oberstufe geben.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Trommelgruppe, dem Chorprojekt der 6. Jahrgangsstufe, Maris Beckmann am Klavier, der noch namenlosen Schülerband aus der 10G2 und natürlich der Lehrerband SLD.



