Geschrieben von Rolf Steinke am 05. August 2023
In den sechziger Jahren gab es in der Schule schonmal einen Stockschlag
Markttreff zeigt Ausstellungstücke zum ersten Schultag








Ein alter Lederranzen, die ersten Fibeln, Stifte und Pinsel, Kreide nebst Schiefertafel, ein Tintenfass mit einer Feder, ein Lehrbuch mit genauen Anregungen für die Lehrer in den ersten Schuljahren und natürlich die Zuckertüten und Fotos von der Einschulung: Beim Markttreff ist vorwiegend die "ältere Generation" vertreten und so gab es natürlich viel Gesprächsstoff über den ersten Schultag vor langen, langen Jahren.
Schule geschwänzt, Ohrfeigen bekommen und Stockschläge
Peter wurde 1954 eingeschult und kann sich sehr gut erinnern, dass der Lehrer schon mal gern einen Rohrstock verwendet hat. Brach dieser mal, erzählt Peter, mussten die Schüler einen neuen besorgen. Lächelnd ergänzt er, dass ein Holunderstock ausgewählt wurde, der nicht so weh tat. Dieter wurde 1959 eingeschult. In den ersten Jahren war er ein braver Schüler. Das änderte sich später: Die Schule wurde schonmal geschwänzt und erste Erfahrungen mit alkoholischen Getränken gemacht. Brigitta wurde 1956 eingeschult. Über sechs Jahre hatte sie ihre Klassenlehrerin. Als sie und ihre Freundin sich allerdings im Unterricht ausquatschten, bemerkte das die sonst beliebte Lehrerin und für beide gab es eine Ohrfeige.
Lehrer mit Frack (aber ohne Zylinder)
Der Verfasser dieses Berichtes kann sich noch sehr gut an seine ersten Schuljahre erinnern. In der Grundschule ( noch am Wohnort) war der Lehrer eine Respektsperson, wie auch der Pastor. Aber es gab auch die Klassenlehrerin, die sehr einfühlsam die ersten Klassen betreute.


