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Geschrieben von ski am 30. März 2014
Aktuell

Die Stracke aus dem Stollen

In der Scholmzeche gereift: Klaus und Björn Wiedemann stellen erstmals ihre Harzer Höhlenstracke vor

So reift die Harzer Höhlenstracke in der Scholmzeche
So reift die Harzer Höhlenstracke in der Scholmzeche
Von der neuen Spezialität gibt es drei Sorten
Von der neuen Spezialität gibt es drei Sorten
Von links: Frank Hartmann (KTB), Theo Pätz (Scholmzeche), Björn und Klaus Wiedemann
Von links: Frank Hartmann (KTB), Theo Pätz (Scholmzeche), Björn und Klaus Wiedemann

Was eine gute Mettwurst ist, die braucht ihre Zeit - ihre Reifezeit, und zwar im passenden Klima. Die Temperatur muss passen, und die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu niedrig sein:  vor allem im Sommer muss man darauf achtgeben, weil die Stracke sonst leicht Risse bekommt.  Den idealen Ort für die Lagerung haben Klaus und Björn Wiedemann vom Harzer Wurst-Kontor gefunden: in der Scholmzeche. Dort ist es nicht nur gleichmäßig kühl, es herrscht auch eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Im Herbst letzten Jahres war die Idee dazu entstanden - schließlich war die Bitte der Kur- und Touristikverwaltung, für das anstehende Badejubiläum im Sommer doch spezielle Produkte zu entwickeln.  "Man könnte doch einmal etwas mit Mettwurst versuchen", dachte sich Björn Wiedemann, und ihm fiel die Scholmzeche ein. Natürlich gab es dann erst einmal ein paar Probeläufe zu Hause - mit verschiedenen Sorten. Und dann ging es unter Tage, sogar sehr unbürokratisch: "Das Bergbauamt hat gleich mitgespielt und die Sache ganz flott genehmigt", freuten sich die beiden Metzger. Zuerst einmal werden die Mettwürste für zehn bis zwölf Tage zur Vorreifung in die Zeche gebracht, danach gewaschen, um dann noch einmal die Nachtrocknungsphase dort zu verbringen - insgesamt sechs bis sieben Wochen. "Zu lange darf die Stracke auch wieder nicht dort bleiben, sonst wird der nötige Trocknungsgrad nicht erreicht", erklärt Klaus Wiedemann.
Drei Sorten haben die beiden entwickelt: würzig mit Rosmarin, feurig mit Chili, und die extralang gereifte Stollenstracke. Und wie diese schmecken, davon können sich die Besucher beim Frühjahrshappening erstmals selbst überzeugen.

Künftig, so hoffen alle Beteiligten, soll sich die Höhlenstracke als lokale Spezialität etablieren. "Wir wollen auch den Bekanntheitsgrad der Scholmzeche erhöhen und mit diesem Produkt etwas einmaliges für Bad Lauterberg schaffen", so Klaus Wiedemann. Er dankte Frank Hartmann und Theo Pätz, die das Projekt sofort unterstützt haben.
Und es gibt noch weitergehende Pläne: Klaus Wiedemann denkt da an Zechenführungen mit Verkostung oder gar ein eigenes "Bergmannspatent", das die Besucher erwerben können. Schließlich ist ein Produkt, das im Bergwerk entsteht, schon etwas ganz Besonderes.


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