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Geschrieben von Karl Heinz Bleß am 08. April 2014
Aktuell

Metrik-Award für das Diabeteszentrum

Preis honoriert gutes Personalmanagement

Bei der Verleihung (von links): Tanja Damm, Maren Deringer (beide Metrik), Verwaltungsleiterin Luitgard Lemmer und die ehemalige Stationsschwester Helga Lübeck.
Bei der Verleihung (von links): Tanja Damm, Maren Deringer (beide Metrik), Verwaltungsleiterin Luitgard Lemmer und die ehemalige Stationsschwester Helga Lübeck.

Die Forschungsgruppe Metrik hat den Metrik-Award 2014 an das Diabeteszentrum Bad Lauterberg verliehen. Der Preis honoriert messbare Verbesserungen in der Personalplanung. Diese wird durch Befragungen ermittelt.

Das Diabeteszentrum hatte vor vier Jahren ein Problem bei der Mitarbeiterzufriedenheit. Wie im Rahmen des Qualitätsmanagements deutlich wurde, knirschte es ausgerechnet bei den Pflegekräften im Getriebe. Erste zaghafte Veränderungen brachten nicht den gewünschten Erfolg. In der Kritik stand vor allem die gefühlte zu hohe Arbeitsbelastung.

Doch vor drei Jahren nahmen sich Verwaltungsleiterin Luitgard Lemmer und Stationsleiterin und Personalratsvorsitzende Helga Lübeck der Sache an. Sie legten Krankenschwestern und Pflegern die Ergebnisse einer erneuten Befragung offen und begannen einen gemeinsamen Diskussionsprozess, wie man den Dienstplan besser gestalten könnte. Als endlich ein neues Modell auf die Beine gestellt war, probierten die Verantwortlichen das gleich aus – mit dem Hinweis: „Wenn etwas nicht funktioniert, ändern wir es wieder.“

 

23 verschiedene Arbeitszeiten

2013 hat die Verwaltung zusammen mit der Forschungsgruppe Metrik erneut eine Mitarbeiterbefragung gestartet. Das Ergebnis erstaunt: Die Zufriedenheit ist im Vergleich zu 2010 deutlich gestiegen. Erkauft ist das mit aktuell 23 verschiedene Arbeitszeiten für die 36 Mitarbeiterinnen der Pflege. Das Ziel: Immer dann, wenn viel zu tun ist, sind mehr Pflegekräfte auf der Station als zu ruhigen Zeiten.

Ganz neu ist dabei der Super-Spätdienst von 17.45 Uhr bis kurz nach Mitternacht. In dieser Zeit wird den meisten Patienten Blut entnommen und ausgewertet. Dieses empfanden die Pflegekräfte als sehr belastende Zusatzarbeit. Dafür ist jetzt der Super-Spätdienst zuständig. „Am Anfang wollte kaum jemand diesen Dienst übernehmen, inzwischen ist diese Schicht aber sehr beliebt“, erklärte Verwaltungsleiterin Lemmer bei einer kleinen Feier anlässlich der Preisübergabe.

 

Vom Preisgeld gibt es eine Feier

Hohen Respekt für diesen mutigen Schritt bei der Personalplanung gemeinsam mit den Pflegekräften – und vor allem dafür, dass die Veränderung auch kontrolliert wurde – zollten dem Diabeteszentrum die beiden Geschäftsführerinnen der Metrik, Maren Deringer und Tanja Damm. Der Preis ist verbunden mit einer Geldspende von 500 Euro. „Dafür werden wir ein Fest für die Pflegekräfte organisieren“, sagte Verwaltungsleiterin Lemmer. Es solle ein Zeichen der Wertschätzung des Pflegepersonals sein.

Zu der Preisverleihung war auch Helga Lübeck angereist, die Ende Februar nach 45 Jahren Berufstätigkeit, davon 35 Jahren im Diabeteszentrum Bad Lauterberg, in den Ruhestand gegangen ist und inzwischen in Plön in Schleswig-Holstein lebt. Sie berichtete davon, wie viel Arbeit dieses Modell verursacht hatte, war aber auch stolz, diesen Erfolg mit eingefahren zu haben.


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