Geschrieben von PM Förderverein Schloss Herzberg e.V. am 27. November 2023
“Auf Augenhöhe”
Ein Blick in die Baugeschichte von Schloss Herzberg


Das Thema “Auf Augenhöhe” zog sich durch den Vortrag zur Baugeschichte des Schlosses des Fördervereins Schloss Herzberg. Dr. Brigitte Moritz, Christoph Jarzebski und Manfred Kirchner vom “Geschichtsstammtisch” des Fördervereins hatten im letzten halben Jahr intensiv zu diesem Thema, auch auf Basis neuester Forschungsergebnisse, recherchiert. Es waren auch Daten zur Baugeschichte des Schlosses zu korrigieren, andere Daten konnten in Beziehung zu bestimmten Ereignissen gebracht werden. Diese Ergebnisse wurden mit einem Zeitstrahl dargestellt. Daneben wurde die Baugeschichte des Stammhausflügels, in dem Museum und Schlossrestaurant untergebracht sind, etwas genauer betrachtet. Wurden doch die ehemaligen Fürstenräume und die Schlosskapelle vorübergehend Kuh- und Pferdeställe und Futterlager, bevor sie Museumsräume, Rittersaal und Restaurant wurden.
Dann stellten Christoph Jarzebski und Manfred Kirchner das Projekt des Fördervereins zur Erweiterung des Museums, das auch schon mit Vertretern der Stadt besprochen wurde, vor. Im Rahmen dieses Projekts sollen Exponate, die bei der Sanierung des Schlossturms ersetzt wurden, aufbereitet und in zwei weiteren Museumsräumen den Besuchern “Auf Augenhöhe” präsentiert werden. Angedacht ist von den Akteuren des Geschichtsstammtisches weiter, einen Raum so auszustatten, wie er um 1650 von der Herzogin genutzt wurde, um so die Besucher ein wenig in diese Zeit zu entführen. Den baugeschichtliche Zeitstrahl sehen die Akteure als eine Ergänzungsmöglichkeit zum Schlossmodell, das demnächst in einem Ausstellungsraum des Museums umziehen wird. Es wurde die Hoffnung geäußert, dass sich das Land Niedersachsen als Eigentümer des Schlosses Herzberg an der geplanten geschichtlichen Darstellung zumindest finanziell beteiligen wird.
Der Förderverein des Schlosses möchte die jetzige Chance, die sich aus der Bausituation ergibt, zusammen mit dem Restaurator Christoph Jarzebski und der Kunsthistorikerin Dr. Brigitte Moritz nutzen und das Museum mit den genannten Bausteinen für die Besucher erschließen. Es wurde aber auch deutlich, dass das Projekt “Auf Augenhöhe” nur zusammen mit der Stadt Herzberg, Förderern und Sponsoren umgesetzt werden kann. Hier sind schon erste Gespräche geführt.
In der anschließenden Gesprächsrunde wurden einzelne Aspekte weiter vertieft. Die Besucher waren sich einig, dass das Projekt “Auf Augenhöhe” sowie weitere ebenfalls kurz andiskutierte Projekte für Herzberg eine Bereicherung sind, wenn sie realisiert werden.