.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Dienstag, 20. Oktober 2026
Login



Geschrieben von PM/ski am 23. Dezember 2023

Aktuell

Harzwasserwerke lassen verstärkt Wasser an den Talsperren ab

Weitere ergiebige Regenfälle erwartet

Der Überlauf der gut gefüllten Odertalsperre.
Der Überlauf der gut gefüllten Odertalsperre.
An einzelnen Sperren könne es zum "Vollstau" kommen, so die Harzwasserwerke.
An einzelnen Sperren könne es zum "Vollstau" kommen, so die Harzwasserwerke.
Das verstärkte Ablassen des Wassers an der Odertalsperre macht sich bemerkbar, wie hier am Meilerplatz
Das verstärkte Ablassen des Wassers an der Odertalsperre macht sich bemerkbar, wie hier am Meilerplatz
Die Oder am Scholmwehr...
Die Oder am Scholmwehr...
...und an der Brücke zur Koldung.
...und an der Brücke zur Koldung.

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Unwetter: In Niedersachsen und im Harz bis werden bis zum Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags weiterhin ergiebiger Dauerregen mit Niederschlagsmengen zwischen 70 und 100 l/qm, in Staulagen um 120 l/qm erwartet. Die Regenfälle der letzten Tage haben bereits zu einem Anstieg der Pegelstände an den Flüssen geführt: aktuell sind in Südniedersachsen jetzt schon zahlreiche Pegel über der Meldestufe 2 und 3, etwa Aller, Leine und Oker. Das hat auch Konsequenzen für die Talsperren: „Aktuell ist davon auszugehen, dass die Füllstände der Talsperren auch über die Weihnachstage weiter steigen werden und einzelne Talsperren auch den Vollstau erreichen könnten“, sagt Lars Schmidt, Kaufmännischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke. Die Harzwasserwerke sind im ständigen Kontakt mit der Hochwasservorhersagezentrale und der Talsperrenaufsicht des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft- Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und beobachten die aktuelle Entwicklung an den Talsperren über die Weihnachtszeit weiterhin intensiv. „Wir arbeiten in dieser besonderen Situation eng mit unseren Kolleginnen und Kollegen vom NLWKN zusammen und treffen alle Entscheidungen nach einer sorgfältigen Prüfung gemeinsam”, sagt Schmidt.

Mit Blick auf das angekündigte Hochwasser-Ereignis im Harz hatten die Harzwasserwerke bereits in der vergangenen Woche erste Maßnahmen ergriffen, um die Talsperren schon vor den berechneten Hochwasserwellen zu entlasten. So wurde an allen Talsperren mehr Wasser abgelassen, als nach dem Betriebsplan erforderlich wäre.

Das verstärkte Ablassen des Wassers aus der Odertalsperre hat zur Folge, dass die Oder sehr viel mehr Wasser als üblich führt. Die Bad Lauterberger Feuerwehr war bereits am Freitagabend in der Oderstraße im Einsatz, wo das Wasser durch die Wände in einen Keller drückte.

Angesichts der Prognosen bereiten sich die Lauterberger Wehren derzeit auf mögliche Einsätze an den Weihnachtstagen wegen Überschwemmungen vor.

Stand Freitagabend (22.12.23) waren die Talsperren im Schnitt zu 87% gefüllt, die Bad Lauterberger Odertalsperre etwa zu 85%. Aktuelle Talsperrendaten sind auf der Seite der Harzwasserwerke abrufbar. Mit 94 % ist dort derzeit die Granetalsperre mit dem höchsten Füllstand angegeben.

Stand Samstag, 23.12.23, 13:30 Uhr, ist die Odertalsperre mit 25,68 Millionen Kubikmetern gefüllt (bei einem maximalen Rückhaltevolumen von 30,6 Millionen Kubikmetern) und lässt derzeit rund zehn Kubikmeter pro Sekunde ab.

Auf der Seite https://www.pegelonline.nlwkn.niedersachsen.de/Karte können übrigens die Wasserstände und Durchflussmengen der niedersächsischen Pegelstellen, auch beispielsweise an der Sperrlutter und der Erikabrücke, stets aktuell nachgesehen werden. Derzeit werden die Scheitelwerte, also die höchsten Wasserstände an den Pegeln, an Heiligabend oder am 1. Weihnachtsfeiertag erwartet.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche