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Geschrieben von ski am 25. Dezember 2023

Aktuell

„Die Lage ist sehr angespannt“

Die Odertalsperre nähert sich der Kapazitätsgrenze

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Kreisrätin Marlies Dornieden, zuständig für den Katastrophenschutz im Landkreis Göttingen, sprach mit LauterNEUES über aktuelle Hochwassersituation: „Es kommt noch einiges auf uns zu. An den Talsperren verschärft sich die Lage“, erklärt sie. „Selbst wenn es nicht mehr regnet, wird das Wasser noch weiter ansteigen, die Hochwasserstände kommen mit zeitlicher Verzögerung an“. Sorgen macht der obersten Katastrophenschützerin des Landkreises die Odertalsperre, mehr noch aber die Sösetalsperre, wo die Ablassmengen ebenfalls nochmals erhöht werden mussten.

Abgabemenge muss womöglich ein zweites Mal erhöht werden

Was die Odertalsperre betrifft, die für die Bad Lauterberger maßgeblich ist, erklärt sie: „Die Odertalsperre kommt langsam an ihre Kapazitätsgrenzen. Wenn die Füllmenge auf 29,61 Millionen Kubikmeter steigt, dann erwägen die Harzwasserwerke, die bereits erhöhte Abgabemenge noch ein weiteres Mal zu erhöhen.“ Der Füllstand um 13 Uhr beträgt 28,73 Mio m³. Das hätte dann natürlich deutliche Folgen für die Überschwemmungslage an der Oder. Gleichzeitig wird es noch kritischer für die Einwohner, die weiter abwärts wohnen, etwa wo die Oder die Sieber aufnimmt und dann in die Rhume fließt.

Es gibt jedoch keine andere Möglichkeit: „Die Böden im Harz sind durch den langen Regen gesättigt, das Wasser fließt daher oberflächlich ab. Das heißt, man wird nicht verhindern können, dass jetzt große Mengen an Wasser abgelassen werden müssen“, erklärt Dornieden. Der Landkreis befindet sich dazu stets im Gespräch mit den Harzwasserwerken und dem NLWKN.
Angesichts der Wetterprognosen, die heute morgen von weiteren 48 Stunden Dauerregen mit 40l/m² ausgehen, rechnet die Kreisrätin nicht mit einer baldigen Entwarnung: „Ich glaube nicht, dass sich die Lage kurzfristig entspannen wird“.

"Hervorragender Einsatz von Feuerwehr und THW"

Voller Lob ist sie für die Feuerwehren des Landkreises und das Technische Hilfswerk, die mit ihren Einsatzkräften rund um die Uhr gegen das Wasser kämpfen. „Feuerwehren und THW leisten hervorragende Arbeit, die Zusammenarbeit ist hervorragend“. Die Bürger, so rät Dornieden, könnten mithelfen, indem sie Vorsorge treffen, sich, wenn es möglich ist, selbst helfen und in gefährdeten Häusern den Keller leerräumen – denn angesichts der Einsatzlage müssen die Wehren priorisieren und können nicht sofort jeden Keller auspumpen.

Wer uns aktuelle Informationen, Fotos oder Videos zur Situation zur Veröffentlichung bei LauterNEUES zur Verfügung stellen möchte, kann dies per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per WhatsApp unter Tel. 0151-22 89 35 49 tun!

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