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Geschrieben von ski am 26. Dezember 2023

Aktuell

"Die Lage ist angespannt, aber stabil"

Talsperre ist zu 97% gefüllt - aber die Wetterprognose ist positiv

Scholmwehr, 26.12.23 gegen 9:20 Uhr. Foto: Luisa Janssen
Scholmwehr, 26.12.23 gegen 9:20 Uhr. Foto: Luisa Janssen
Foto: Luisa Janssen
Foto: Luisa Janssen
Foto: Luisa Janssen
Foto: Luisa Janssen
So verbrachten viele Lauterberger ihre Weihnachtstage... (Foto: Jörg Teyke)
So verbrachten viele Lauterberger ihre Weihnachtstage... (Foto: Jörg Teyke)
....mit dem Auspumpen von Kellern. (Foto: Jörg Teyke)
....mit dem Auspumpen von Kellern. (Foto: Jörg Teyke)
An vielen Stellen, wie hier an der Uferstraße, drückte Grundwasser in Kellern und Brunnen hoch (Foto: Jörg Teyke)
An vielen Stellen, wie hier an der Uferstraße, drückte Grundwasser in Kellern und Brunnen hoch (Foto: Jörg Teyke)

Große Erleichterung: am Morgen des zweiten Weihnachtstages hat es endlich aufgehört zu regnen. Kreisrätin Marlies Dornieden, zuständig für den Katastrophenschutz im Landkreis Göttingen, bezeichnet die Hochwassersituation derzeit als "angespannt, aber stabil". Was die Odertalsperre betrifft, die derzeit (26.12.23, 11 Uhr) mit 29,6 Millionen Kubikmetern zu 97% gefüllt ist, wird dort ja seit gestern um 21 Uhr verstärkt Wasser abgelassen, nämlich 14,5 m³/s; dadurch sei eine gewissen Entlastung eingetreten. "Allerdings sind die Zuflüsse im Moment immer noch höher als der Abfluss". Glücklicherweise hat es aufgehört, zu regnen, und die Wetterprognose sehe auch bis Freitag keine signifikanten Regenmengen mehr vor. "Darum gehen wir davon aus, dass sich die Lage allmählich entspannen wird".

Noch schwieriger sei die Situation in der Nacht an der Sösetalsperre gewesen, wo die Pegel bis ein Uhr gestiegen waren, inzwischen bleiben sie gleich. Vorsorglich besonders gesichert wurde eine Pumpstation für Abwasser und ein Umspannwerk. Doch auch hier ist die Lage derzeit zwar angespannt, aber zumindest stabil: "Natürlich kommt es zu Überschwemmungen bei diesen Wassermassen, aber nichts, wo Infrastruktur gefährdet wäre", so Dornieden.

Der Krisenstab des Landkreises beobachte weiterhin die Lage genau. Man habe auch die strategische Sandsackreserve aufgefüllt, um gegebenenfalls nochmals reagieren zu können; schließlich kann es auch gegen Ende der Woche zu weiteren Regenfällen kommen. 55.000 Sandsäcke wurden bereits im Landkreis ausgegeben, man will den Bestand nochmals auf 60.000 Säcke auffüllen. "Wir versuchen, vor der Lage zu bleiben", so Dornieden.

Entwarnung für Badestelle Barbis

Bad Lauterbergs Stadtbrandmeister Bernd Wiedemann erklärte, insgesamt habe sich die Lage zum Vorabend nicht viel verändert. Am Freibad Barbis kann man nun Entwarnung geben:  "Das THW hat die ganze Nacht mit ihrer Hochleistungspumpe gepumpt und rückt jetzt ab". Zudem habe man den Überlauf freilegen können. Ansonsten gab es natürlich noch vollgelaufene Keller, aber keine weiteren kritischen Einsätze mehr.

Die Seite der Harzwasserwerke ist weiterhin nur sporadisch erreichbar. Die aktuellen Pegelstände können aber  hier auf der Seite des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz)
nachgesehen werden.
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