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Geschrieben von ski am 30. Dezember 2023
Aktuell

„Es reicht nicht“: Das Café Movement schließt

Der Sportbetrieb (Functional Area) soll geöffnet bleiben

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Trotz zahlreicher Veranstaltungen... (Foto: Rolf Steinke)
Trotz zahlreicher Veranstaltungen... (Foto: Rolf Steinke)
...reichten die Einnahmen nicht aus. (Foto: Rolf Steinke)
...reichten die Einnahmen nicht aus. (Foto: Rolf Steinke)

Es ist eine traurige Nachricht, die Betreiberin Melanie Biniara am 30.12.23 bekanntgeben musste: das Café Movement, das sie im Oktober 2021 im Bad Lauterberger Kurhaus eröffnet hatte, muss schließen. „Die Umsätze reichen einfach nicht“, erklärte sie gegenüber LauterNEUES. Im Sommer sei es noch etwas besser gewesen, auch wenn dieser Sommer bereits ruhiger war als der vorige, im Herbst und Winter seien die Einnahmen dann einfach zu wenig. „Ich habe alles Mögliche probiert“, berichtet sie. Zahllose Veranstaltungen hat sie organisiert, manche erfolgreicher, wie die Flohmärkte, andere entweder zu schlecht besucht oder trotz gutem Besuch mit zu wenig Umsatz. Hinzu kamen die steigenden Kosten in allen Bereichen, und für den Betrieb des Cafés ausserdem noch Personalprobleme, wie fehlende Arbeitskräfte oder sehr kurzfristige Absagen von Aushilfen. Zudem: „Es wird ja nächstes Jahr nicht einfacher, wenn zum Beispiel die Mehrwertsteuererhöhung dazukommt“, sagt Melanie Biniara. (Die befristete Umsatzsteuerminderung für Gastronomie läuft in 2023 aus). Sie habe zwar mit der Stadt Bad Lauterberg als Verpächter der Immobilie das Gespräch bezüglich der Situation gesucht, dies habe aber nicht zum Erfolg geführt.

Die Functional Area, also der Sport- und Fitnessbereich, soll aber weiter geöffnet bleiben. „Wir werden versuchen, den Sportbetrieb aufrechtzuerhalten“.
Veranstaltungen im Kursaal wird es dagegen wohl keine mehr geben, außer dem Tanztee, was bereits abgeklärt sei. Ansonsten müsse sich um die Veranstaltungen nun wieder die Stadt kümmern. Melanie Biniara blickt aber nicht verbittert auf die gut zwei Jahre zurück, in denen sie ihre ganze Energie in das Café Movement gesteckt hat: „Es sollte nicht sein. Ich habe viel dazugelernt, viele nette Leute kennengelernt und tolle Erfahrungen gemacht. Aber jetzt musste ich eine Entscheidung treffen. Wenn jemand die Gastronomie weitermachen möchte, kann er sich bei mir oder bei der Stadt melden.“ Außerdem rief sie die Lauterberger dazu auf, die einheimischen Geschäfte wertzuschätzen und zu unterstützen: „Da steckt so viel Energie und Arbeit drin, das können sich Außenstehende gar nicht vorstellen.“

Für die Einwohner und Gäste der Stadt ist dies ein großer Verlust; nicht nur, weil ein weiteres gastronomisches Angebot wegfällt, sondern auch, weil das Kulturleben und das Veranstaltungsangebot in Bad Lauterberg wieder deutlich ärmer werden.


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