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Geschrieben von ski am 11. Februar 2024

Aktuell

„Wir haben in Geschichte aufgepasst!“

Ca. 500 Personen nahmen an der Demo für Demokratie und gegen Rechtsextremismus teil

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Nils Gehrke kämpfte....
Nils Gehrke kämpfte....
ebenso gegen den Dauerregen wie Frauke Heiligenstadt...
ebenso gegen den Dauerregen wie Frauke Heiligenstadt...
....und Bürgermeister Rolf Lange.
....und Bürgermeister Rolf Lange.
Eindringliche Worte kamen von Adrian Elm und Mats Müller
Eindringliche Worte kamen von Adrian Elm und Mats Müller
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Demokratie ist keine Schönwetterveranstaltung – und wer sich am Sonntagnachmittag (11.02.24) auf den Weg gemacht hatte, um an der Demo in Bad Lauterberg teilzunehmen, der kann davon ein Lied singen. Trotz des Dauerregens und der Kälte waren es ca. 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich tapfer auf zum Kirchplatz bewegt hatten, um für Demokratie und gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. Organisiert hatte die Veranstaltung die Bad Lauterberger SPD unter ihrem Vorsitzenden Nils Gehrke, und sie hatte ein breites Spektrum an Unterstützern aus den verschiedenen demokratischen Parteien und diversen Vereinen. Und die Rednerinnen und Redner waren sich mit Gehrke einig: „Zur Demokratie gibt es keine Alternative“.
„Es ist gut, dass alle da sind, es ist gut, dass wir so viele sind, es ist gut, dass wir vielfältig und bunt sind“, meinte die Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt (SPD). Auch Bad Lauterbergs Bürgermeister Rolf Lange (CDU) erklärte: „Wir wollen Demokratie, Vielfalt und Toleranz und keinen Rechtsextremismus. Wir alle stehen für den Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ein“. Und er bekräftigte: „Die AfD spricht nicht für die Mehrheit dieses Landes – nicht im Geringsten!“

Gegen ein Weltbild, in dem Hass und Intoleranz an der Tagesordnung sind, richteten sich auch die Schüler der KGS, Adrian Elm und Mats Müller: „Wir dürfen nicht zulassen, dass sich unser vielfältiges Menschenbild in eine Vergangenheit zurückentwickelt, die wir aus gutem Grund nie wieder in Deutschland haben wollen. Denn wir haben im Geschichtsunterricht aufgepasst!“

Jetzt sind alle gefordert, nicht nur auf Demos, sondern auch Zuhause, bei der Familienfeier, bei der Arbeit und in Uschi‘s Biereck dagegenzuhalten, wenn Menschen ausgegrenzt werden, sagte auch Landrat Marcel Riethig (SPD). Dazu passte, was die Redner vom Verein DemokraTeaTime e.V. von Frank-Walter Steinmeier zitierten: "Wir brauchen die Demokratie – aber ich glaube: Derzeit braucht die Demokratie vor allem uns.“

Der Politikwissenschaftler und Demokratieforscher Michael Lühmann MdL (Grüne) betonte die Gefahr, in der sich die Demokratie befindet und forderte: „Jetzt ist doch die Zeit, wo wir über einen Verbotsantrag für die AfD wenigstens einmal nachdenken müssen“. Dafür gab es großen Applaus.
Und Andreas Körner, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion bekräftigte: „Wenn es heißt, wehret den Anfängen – die Anfänge, die sind schon lange vorbei!“
Unterstützung war auch von Pastorin Vanessa Bethe gekommen, die betonte, dass sich die Kirche bei aller politischen Neutralität klar gegen Rechtsextremismus stellen müsse – und das sei keine politische, sondern eine ethisch-theologische Frage.  Nils Gehrke dankte derweil auch der Kirche, die die Technik zur Verfügung gestellt hatte und dem Kreistagsmitglied Dr. Patrick Jung (FDP), der ihn bei der Organisation beraten hatte.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ein Meer aus bunten Regenschirmen auf dem Kirchplatz bildeten, harrten zu einem bewundernswert großen Teil tapfer bis zum Schluss im Dauerregen aus, der nicht eine Sekunde nachgelassen hatte. Schon bei der Aufstellung entlang des Butterbergs hatte sich gezeigt, dass der Zuspruch erheblich höher war als die angemeldeten 150 Personen; diese blieben bei ihrem Marsch brav auf dem Bürgersteig, da die Polizei nicht zulassen wollte, dass auf der Straße marschiert wird. Hier hätte sich manch einer von der Polizei etwas mehr Flexibilität angesichts der Menschenmenge gewünscht. In einem sehr langen Zug waren die Menschen dann über die Wissmannstraße oben in die Hauptstraße eingebogen, um am Kirchplatz zu enden, wo die Redebeiträge gehalten wurden. Nach etwa eineinhalb Stunden war die Demo dann ohne Zwischenfälle beendet - und die tropfnassen Teilnehmer gingen endlich ins Warme.

Foto: V. Bethe
Foto: V. Bethe

Foto: U. Speit
Foto: U. Speit


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