Geschrieben von ski am 18. Februar 2024
Für mehr Miteinander: das neue SoVD-Hilfsnetzwerk startet
Wer Unterstützung benötigt, kann sich ab sofort melden – und weitere Helfende werden auch noch benötigt


Die ersten zwölf ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind bereit, loszulegen: das Hilfsnetzwerk des SoVD-Kreisverbands Osterode geht an den Start. Das Ziel: unter dem Motto „Für mehr Miteinander“ soll im Altkreis Osterode ein Hilfsangebot durch Freiwillige geschaffen werden, das Unterstützung im Alltag bietet – für alle, die sie benötigen. Ein Neuland für den SoVD-Kreisverband, und eine Initiative, die wachsen soll, betont Frank Uhlenhaut, der Kreisvorsitzende: „Wir wollen Schritt für Schritt das Netzwerk ausbauen und mit Angeboten füllen“.
Um welche Hilfen geht es?
Das Netzwerk an Freiwilligen kann beispielsweise Unterstützung im Alltag, wie Einkäufe oder die Begleitung bei Arztbesuchen bieten. Auch Krankenbesuche gegen die Einsamkeit sind möglich – oder unbürokratische Kinderbetreuung. Wer für den Umgang mit Internet, Handy oder Tablet Unterstützung benötigt, kann sich ebenso an den SoVD wenden wie jemand, der einfach ab und zu einen Telefonanruf möchte.
Derzeit sind noch nicht alle Angebote im ganzen Altkreis verfügbar – es werden noch weitere Helferinnen und Helfer gesucht. Doch der SoVD-Kreisvorsitzende Frank Uhlenhaut ist zuversichtlich, dass mit der Zeit weitere Ehrenamtliche dazukommen. Der Startschuss ist nun mit den ersten Freiwilligen gefallen. Und einige Angebote, wie die Telefonanrufe, sind ohnehin nicht ortsgebunden.
Alltagsbegleitung und Krankenbesuche
Wer krank oder pflegebedürftig ist, fühlt sich oft alleine, vor allem, wenn die Familie weit weg ist. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass auch kleine Unterstützungen im Alltag viel bewirken können, egal, ob es darum geht, einzukaufen oder einen Begleiter bei Arztbesuchen oder Behördengängen an seiner Seite zu wissen. Wer krank oder pflegebedürftig ist, findet in den Damen und Herren des Hilfsnetzwerkes Gesprächspartner. Für die Stadt Osterode, aber auch für den Bereich Bad Lauterberg stehen bereits Ehrenamtliche für Krankenbesuche zur Verfügung.
Telefonische Begleitung
Unter den Telefonnummern 0177-1795988 und 0177-1766474 können sich Menschen an die Koordinatorinnen Regina Roddewig und Sabine Bode wenden, wenn sie telefonischen Kontakt suchen. „Viele Menschen fühlen sich oft allein, gerade, wenn sie älter sind. Der SoVD möchte mit ihnen in Kontakt treten und bleiben. Ein Anruf am Morgen aknn schon ein gutes Gefühl geben und ein Stück Sicherheit bieten, dass sich jemand kümmert, wenn die Person Hilfe benötigt“, so der SoVD.
Kinderbetreuung
In den Städten Herzberg und Osterode haben sich bereits Ehrenamtliche gefunden, die bei Bedarf die Kinderbetreuung übernehmen können. In einem persönlichen Gespräch unter den Nummern 0177-1795988 und 0177-1766474 werden die Wünsche und die Möglichkeiten besprochen.
Ein besonderes Betreuungsangebot für Eltern von besonderen Kindern kann übrigens Ute Valentin aus Walkenried bieten, die sich als Ehrenamtliche gemeldet hat: „Ich habe selbst Autismus und könnte mir vorstellen, ein autistisches Kind zu betreuen – ich glaube, dass auch Eltern und Schule davon profitieren könnten, dass ich eigene Erfahrungen damit habe“.
Digitallotsen
Handys und Tablets sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken – sie einzurichten und zu bedienen, fällt älteren Menschen aber oft schwer. Dabei sind es meist ganz einfache Hilfen, die große Wirkung erzielen, und den Kontakt zu Familie und Freunden erleichtern. Um hier ehrenamtlich zu helfen, muss man übrigens kein Computerspezialist sein: „Schon mit geringem Know-How können Sie hier eine große Unterstützung sein“, so der SoVD.
Wie bekommt man Unterstützung?
Wer Hilfe benötigt, kann sich also ab sofort unter den Telefonnummern 0177-1795988 und 0177-1766474 bei Frau Roddewig oder Frau Bode melden.
Gefragt sind jetzt auch Menschen, die sich vorstellen können, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren. „Man benötigt keine besondere Ausbildung, um hier zu helfen“, betont Michael Schall, der Vorsitzende des SoVD-Ortsverbands Herzberg: „Wir machen auch keine Telefonseelsorge oder ähnliches. Das Angebot soll niedrigschwellig sein – auch für die Ehrenamtlichen“. Das Zeitbudget, das zur Verfügung steht, bestimmen die Freiwilligen selbst. Die Helfenden sind übrigens bei der Ausübung der Tätigkeit versichert. Eine Vergütung gibt es nicht, aber Auslagen werden ersetzt. Wer sich vorstellen kann, mitzuhelfen, kann sich an Frank Uhlenhaut unter Tel. 0170-2247288 wenden, um Näheres zu erfahren.
Frank Uhlenhaut, die beiden Koordinatorinnen Regina Roddewig und Sabine Bode und die Ehrenamtlichen sind gespannt, wie sich das Angebot entwickeln wird und wie es angenommen wird. Der SoVD will mit Faltblättern und Öffentlichkeitsarbeit die Initiative „Für mehr Miteinander“ weiter bekannt machen. Ursprünglich war die Aktion unter dem Motto „Gemeinsam gegen einsam“ im vergangenen Jahr erstmals gestartet – an der Zielsetzung hat sich aber nichts verändert: Menschen zusammenbringen und unbürokratisch helfen.