Geschrieben von PM Stadt Bad Lauterberg am 02. Mai 2014
Schlammkur für Bartolfelder Dorfteich
Spezielles Absetzbecken statt Trockenlegung: Durch neues Verfahren bleibt Löschwasservorrat erhalten



Der aufmerksame Beobachter wird sich in Bartolfelde bereits gefragt haben, was für ein seltsames Becken hinter dem Dorfteich gebaut wird. Leider entsteht hier kein Freibad oder ähnlich Spektakuläres, sondern es handelt sich lediglich um ein provisorisches Auffangbecken für die Schlammablagerungen des Teiches. Das ist nötig, um dem Teich eine Schlammkur zu verpassen – er dient nämlich als Löschwasservorrat, der aber eben im Laufe der Zeit durch Schlammablagerungen stark geschrumpft ist.
Unbelasteter Schlamm kommt auf Felder und Äcker
Im August 2011 fanden erste Gespräche über die Zulaufsituation und dem damit verbundenen niedrigen Wasserstand des Bartolfelder Dorfteiches statt, der im Brandfall als Löschwasserentnahmestelle dient. Daraufhin stellten der städtische Bauhof und die Feldmarksgenossenschaft den Zulauf wieder her. Aufgrund des auf einer Fläche von etwa 1.000 Kubikmeter der Teichsohle abgelagerten Schlamms ist das Löschwasservolumen jedoch stark eingeschränkt.
Eine Analyse hat ergeben, dass der Schlamm vollkommen unbelastet ist und nach Austrocknung auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht werden kann. Statt nun aber den Dorfteich komplett trockenzulegen und mit schwerem Räumgerät zu befahren, hat sich mittlerweile eine weitaus kostengünstigere Lösung dieses Problems ergeben: Nach umfangreichen Recherchen konnte ein Dienstleister aus Barsinghausen bei Hannover gefunden werden, der den Schlamm mit einem schwimmfähigen Räumgerät in ein eigens dafür hergestelltes Absetzbecken pumpt.
Absetzbecken wird am Ende komplett rückgebaut
Das Verfahren hat nicht nur preisliche Vorteile. Weil der Teich halt nicht komplett trocken gelegt werden muss, steht der Feuerwehr im Brandfall weiterhin Löschwasser zur Verfügung. Und auch ein Abfischen des Dorfteiches ist nicht notwendig.
Die Schlammräumung selbst wird bis zu 15 Arbeitstage in Anspruch nehmen. Der Absetzprozess im Extra-Becken soll nach dem Sommer abgeschlossen sein. Danach wird der Schlamm abgefahren und auf die landwirtschaftlich genutzten Flächen verteilt. Hierzu will die Stadt in Kürze Gespräche mit den Landwirten der Region führen.
Wenn die Arbeiten dann endgültig beendet sind, wird das eigens erstellte Absetzbecken dann komplett rückgebaut.