Geschrieben von Rolf Steinke am 20. Juni 2024
"Gegen jegliche Beschwerden ist doch ein Kraut gewachsen"
Tee gegen Husten, Würze für die Küche und Förderung der Wundheilung
Im kleinen Kräutergarten im Kurpark pflegt Fritz Jentzsch vom Kneippverein seit vielen Jahren dieses Kleinod mit über sechzig Heilkräutern. Dieses Jahr erlebte der Garten eine "Pflanzenexplosion" auf Grund der extrem günstigen Wetterbedingungen für die Kräuter. An einem Mittwochenmorgen nahm sich Jentzsch Zeit und führte den Berichterstatter dieses Artikels durch den Kräutergarten und erläuterte die verschiedenen Anwendungsgebiete der Heilpflanzen.
Jahrelange Kenntnis beim Rundgang
Fritz Jentzsch schaut sich die Kräuter genau an und erklärt deren Wirkungen. Thymian passt besonders zu Fisch, Fleisch und Nudeln und verfeinert Bratkartoffeln. Ein Tee aus Thymian hilft sehr effektiv gegen Husten. Das Olivenkraut stammt aus dem Mittelmeergebiet und ist besonders zum Räuchern geeignet.
Nach Anis duftet der Bronzefenchel und wird bis zu 1,80 Meter hoch. Sein Aroma erinnert an Dill. Samen und Grün können in der Küche verwendet werden. Die Schafgarbe kann bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich und bei Gallebeschwerden hilfreich sein. Das Amarettokraut, auch Weinrebe genannt, dient als Zugabe zu Fisch, Lamm oder Geflügel, hat aber ein sehr bitteres Aroma.
Schwer verdauliche Speisen werden mit Bergbohnenkraut bekömmlicher. Die großblütige Königskerze wird bis 2 Meter hoch und ihre getrockneten Blüten werden wegen ihrer schleimlösenden Wirkung gern als Hustentee verwendet. Die Eberraute kann in Saucen, Suppen und zu Salaten als Würze genommen werden. Die Wirkstoffe des Johanniskrautes können sich positiv auf Depressionen und zur Wundheilung auswirken.
Kräuter sind keine Wundermittel
Fritz Jentzsch erklärt auch, dass die genannten Wirkungen gegen Beschwerden immer nur eine Ergänzung sein können und natürlich nur eine Empfehlung sind. Gern, betont Jentzsch, können Kräuter in "haushaltsüblicher" Menge mitgenommen werden.