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Dienstag, 20. Oktober 2026
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Geschrieben von ski am 08. September 2024

Aktuell

Waldbrand am Brocken unter Kontrolle (Update)

Windrichtungsänderung half - weiterhin sind Löschflugzeuge und Hubschrauber unterwegs

Foto: Jan-Boy Dietrich, Feuerwehr Bad Lauterberg
Foto: Jan-Boy Dietrich, Feuerwehr Bad Lauterberg
Die Odertalsperre dient zur Löschwasserentnahme. Foto: Jan-Boy Dietrich, Feuerwehr Bad Lauterberg
Die Odertalsperre dient zur Löschwasserentnahme. Foto: Jan-Boy Dietrich, Feuerwehr Bad Lauterberg

Acht Hubschrauber und vier Flugzeuge sind am heutigen Sonntag im Einsatz, um den Brand am Brocken zu bekämpfen, dazu 150 Feuerwehrleute am Boden. Darunter sind auch Kameraden der Barbiser Wehr, und zwar mit der GFFF-V-Einheit, das ist die niedersächsische Landeseinheit zur Vegetationbrandbekämpfung, und ihrem spezialisierten Fahrzeug. Zur Absicherung wurden auch medizinische Einheiten auf den Berg geflogen. Der Landkreis Harz meldet am Sonntagvormittag um 11 Uhr, dass die erwartete Windrichtungsänderung eingetreten sei. Der Wind drückt nunmehr das Feuer auf die bereits verbrannte Fläche zurück und das Feuer sei nun kontrollierbar. Alle Flugzeuge und Hubschrauber fliegen derzeit unter voller Auslastung. „Für einen Umlauf von Hasselfelde zum Brocken brauchen wir nur knapp sieben Minuten“, so erklärte der Kreisbrandmeister des Landkreises Harz, Kai-Uwe Lohse. Das ermögliche eine schnelle Brandbekämpfung. Dazu beigetragen hat auch, dass bereits gestern dem Löschwasser ein sogenannter Retardant beigefügt wurde. Dabei handelt es sich um einen Zusatz, der das Entflammen von Flächen und Gegenständen und damit die Ausbreitung eines Feuers verhindern soll. International ist dies bereits Standard, die Verwendung eines Retardanten am Brocken ist jedoch bundesweit der erste Einsatz.

Nach Rücksprache mit der unteren Naturschutzbehörde und dem Nationalpark Harz hatte sich die Einsatzleitung gestern für den Retardanten entschieden. „Es wurde in einer Riegelstellung am Königsberg vorsorglich verwendet und hat tadellos funktioniert“, so Kai-Uwe Lohse.

Die Anwohner von Braunlage, Torfhaus und dem Gebiet um die B4 werden wegen der Rauchentwicklung weiterhin gebeten,  vorsorglich Türen und Fenster geschlossen zu halten. Das gesamte Gebiet im Nationalpark bleibt weitehrin gesperrt, die Bevölkerung wird gebeten, die Zufahrtswege rund um Schierke frei zu halten.

 Update zur Situation am Abend:

Der Landkreis Harz vermeldet am Abend, dass an der Gegend um den Königsberg das Feuer bis auf zwei bis drei Spotfeuer gelöscht werden konnte. Problematisch sei aber das angrenzende Moor auf dem nahegelegenen Plateau, bei dem sich eine Brandstelle seit dem Nachmittag stark ausgebreitet hat. Bis ca. 17 Uhr haben bodengebundene Einheiten versucht, das Feuer einzudämmen und mussten anschließend aufgrund der Wetterlage und des angekündigten Gewitters vorsorglich evakuiert werden. Die niedersächsischen Einheiten und damit auch die Angehörigen der Bad Lauterberger bzw. Barbiser Wehr wurden inzwischen aus dem Einsatz entlassen. Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, das Gebiet zu meiden. Derzeit befänden sich wieder vermehrt Wanderer im Einsatzgebiet, so der Landkreis Harz.


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