Geschrieben von Rolf Steinke am 09. September 2024
Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein...
Rundflüge waren der Renner am Sonntag beim Flugplatzfest in Hattorf
Einfach unbeschreiblich schön und ein besonderes Erlebnis
"Soll ich es wagen? Bin ich bereit in ein Motorflugzeug einzusteigen und dann loszufliegen? Warum nicht?", dachte der Autor dieses Berichts. Zuerst eine Karte kaufen und warten, bis ein Flugzeug frei ist, dann kommt der Pilot und führt uns zum Flugzeug. Ein Vater mit seinem Sohn fliegt mit. Einstieg über einen Flügel, Sicherheitsgurte ( Brust und Becken) angelegt und einen Kopfhörer mit Mikrophon über den Kopf aufgesetzt. Sehr ruhig überprüft der Pilot die Instrumente und wartet auf die Freigabe vom Tower. Dann rollt das Flugzeug zum Startplatz. Start freigegeben. Die Maschine beschleunigt und hebt ab. Vater und Sohn wohnen in Hattorf und haben sich vom Piloten eine große Runde gewünscht. Sehr behutsam lenkt der Pilot das Motorflugzeug und dies liegt erstaunlich ruhig in der Luft. Hattorf und die umliegenden Gemeinden sehen aus 500 Metern Höhe sehr klein aus. Sogar ein Blick auf den Seeburger See ist möglich. Sicher landet das Flugzeug, mit einem Dank an den Piloten.
Kunstvolle Loopings und Sturzflüge
Neben den Rundflügen begeistert das Acroteam aus Meschede mit bemerkenswerten Kunstflügen die Zuschauer. Loopings und Sturzflüge sind einfach unglaublich zu sehen. Später die Fokker DR 1, die ebenso Sturzflüge und Drehungen am Himmel vorführt. Gern erklärt der Pilot die Geschichte seines selbst entworfenen Flugzeuges und erklärt die Geschichte der Fokkerflugzeuge im ersten Weltkrieg.
Rundflüge sind gefragt
Mit einem Hubschrauber eine Runde drehen, aus einem Motorflugzeug die Orte und Landschaften aus 500 Meter Höhe betrachten oder einfach die Starts und Landungen beobachten: All das ist möglich beim Flugplatzfest in Hattorf. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer weisen die Autofahrer ein und sorgen in weiteren Aufgaben für einen erfolgreichen Ablauf des Festes.
Samstagseinnahmen fehlen
Christian Brune, der erste Vorsitzende des Luftsportvereins Osterode, nahm sich gern Zeit für ein Gespräch mit LauterNEUES. Eigentlich, so Brune, ist immer der Samstag der meistbesuchte Tag des Flugplatzfestes. Aber durch die Entscheidung der Luftaufsichtsbehörde aus Hannover wurde ein Flugverbot verordnet. Grund waren die Flüge mit Wasserversorgung zum Brand auf dem Brocken. Inzwischen sieht er sehr viel Betrieb auf dem Gelände.
In Schulen und in den Ferienpassaktionen wird versucht, Kinder und Jugendliche zum Flugsport zu bewegen. 80 aktive und 80 fördernde Mitglieder sind momentan im Verein. Unterstützung erhält der Verein von umliegenden Betrieben und bei größeren Anschaffungen gibt es Zuschüsse vom Landessportbund und weiteren Unterstützern. Jedes Jahr werden die Flugzeuge auf ihre Sicherheit überprüft, erzählte Brune.