Geschrieben von Rolf Steinke am 03. Oktober 2024
Wie gestalte ich mein Alter?
Pastor in Ruhestand Friedemann Heß setzte sich mit dem Thema Lebenswert im Alter auseinander




Um genau 9:30 Uhr am Mittwochmorgen begrüßte Monika Marxen über 25 Frauen zum St. Andreas Frühstückstreff im Gemeindehaus. Ein besonderer Gruß galt dem Pastor in Ruhestand Friedemann Heß, der Auszüge aus dem Märchen der Gebrüder Grimm - Die Bremer Stadtmusikanten, vorlas.
Einstimmung auf den Vortrag
Mit einem Gedicht von Theodor Storm eröffnete Monika Marxen, die den Frühstückstreff leitet, das morgendliche Zusammensein. “Jammern oder Ressourcen neu entdecken“: Sicher ist die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten bekannt: der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn auf ihrem Weg nach Bremen. Alles Tiere, die, als sie ihre Schuldigkeit getan haben, einfach aussortiert werden. Dies nahm Friedemann Heß zum Anlass, einmal genau hinzuschauen, wo möglicherweise ein Bezug des Märchens zum heutigen Arbeitsleben vorhanden ist. Der Einritt in die Rente ist vergleichsweise ein Aspekt, der die Leidensgeschichte der vier Tiere annähend beschreibt. Allerdings, so der Pastor, haben Menschen nach der Rente viele neue Ressourcen zu entdecken.
Klagen befreien
Nach den Auszügen aus den Buch der Bremer Stadtmusikanten setzte sich Friedemann Heß auch mit dem kirchlichen Aspekt auseinander. Nicht das Jammern sollte im Mittelpunkt stehen. Er erzählte von seiner langjährigen Tätigkeit als Krankenseelsorger in Berlin. Er ermunterte dort Menschen, ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Klagen können befreien und eine neue Sichtweise bieten. Auch in der Bibel wird dem Klagen sehr viel Raum gegeben, betonte Heß.
Sehr aufmerksam verfolgten die Damen des Frühstückstreff den Ausführungen vom Friedemann Heß, der durchaus auch aus seinen eigenen Lebenserfahrungen, ohne den Zeigefinger zu erheben, Mut und Zuversicht für ein Leben im Alter machte.