Geschrieben von ski am 21. Oktober 2024
Superstimmung auf der Lutterwiesn - auch dank Ikke Hüftgold
Trotz kurzfristiger Absagen zweier Künstler feierten Tausende im Zelt







Wenn die Harzer die Dirndl, Karohemden und Lederhosen rausholen, dann kann das nur eines bedeuten: die Lutterwiesn wird wieder auf der Augenquelle gefeiert. Diesmal schien es ein bisschen, als sei die Lutterwiesn vom Pech verfolgt: zunächst hatte Hauptact Vanessa Mai wegen eines TV-Auftritts abgesagt, dann musste auch noch Isi Glück wegen eines Trauerfalls absagen. Die Organisatoren Sascha Pohl und Wolfgang Thiel schafften es aber, kurzfristig Ersatz zu besorgen: Ikke Hüftgold trat am Freitag auf, und Julian Benz sprang für Isi Glück ein. Ikke Hüftgold war ja im letzten Jahr bei der Lutterwiesn dabei und hatte das Publikum begeistert, und viele Besucher fanden die Absage von Vanessa Mai dann offenbar nicht so schlimm. Wie Sascha Pohl erzählt, haben nach der Ankündigung, dass der Ballermann-Star einspringt, die Vorverkäufe noch einmal richtig angezogen: „Von den Kommentaren her und auch von den Ticketverkäufen muss man eigentlich sagen, wir hätten gleich Ikke Hüftold engagieren sollen“. Die Absage von Isi Glück habe schon ein bisschen wehgetan, gerade weil sie schon zum zweiten Mal absagen musste, aber auch Julian Benz kam gut an. Die aus den letzten Jahren bekannten Rockzipfl spielten am Freitag vor tobendem Haus, und die Band Die Partyhirschen aus Österreich bestritt den Samstag. Die Stimmung war so gut, dass DJ Robin nach seinem Auftritt spontan noch ein zweites Mal auf die Bühne kam.
Durch die lange Öffnung der Abendkasse und viele Spontanentschlossene rechnet Pohl damit, dass im Endeffekt das Zelt wieder ausverkauft war, auch wenn die Endabrechnung mit den Vorverkaufsstellen noch aussteht. Enttäuschend ist für die Veranstalter allerdings die geringe Resonanz auf den Sonntag, wo bei freiem Eintritt die Musikzüge spielten. „Diesen Programmpunkt werden wir nächstes Jahr rausstreichen“, erklärt er. Wolfgang Thiel und er freuen sich über den guten Ablauf, denn sowohl Polizei als auch DRK und ASB meldeten keine größeren Vorfälle, insgesamt sei es ruhiger gewesen als letztes Jahr und der Sicherheitsdienst habe seine Aufgabe sehr gut gemeistert.
Besonders lobt Pohl das gute Verhältnis zu den Künstlern, den Schaustellern und den viele Helferinnen und Helfern: „Da sind richtige Freundschaften entstanden, es ist wie eine Familie, die Lutterwiesnfamilie“. Nach diesem Wochenende sind alle erst einmal geschafft, freuen sich aber schon auf das nächste Jahr.