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Dienstag, 20. Oktober 2026
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Geschrieben von Der Zwerg aus dem Berg am 18. März 2025
Aktuell

Waldbrandgefahr 2025

Der "Zwerg aus dem Berg" befasst sich mit der aktuellen Waldbrandsituation

Im September vergangenen Jahres fing auch ein Waldstück im Bereich der Talsperre Feuer. Foto: Jan-Boy Dietrich, FW Bad Lauterberg
Im September vergangenen Jahres fing auch ein Waldstück im Bereich der Talsperre Feuer. Foto: Jan-Boy Dietrich, FW Bad Lauterberg
Das Warnschild soll für Gefahren sensibilisieren, ein QR-Code führt zum aktuellen Waldbrandgefahrenindex
Das Warnschild soll für Gefahren sensibilisieren, ein QR-Code führt zum aktuellen Waldbrandgefahrenindex

Seit dem Februar hat es hier um Bad Lauterberg nicht geregnet. Auch in anderen Regionen in Deutschland ist es seit längerer Zeit trocken. Nun gab es hier im Harz zuletzt sogar noch Möglichkeiten für den Wintersport und man denkt vielleicht nicht an Waldbrandgefahr. Auf der Karte zum Waldbrandgefahrenindex vom Deutschen Wetterdienst zeigten sich aber schon die ersten roten Gebiete. Am 5. März 2025 gab es tatsächlich schon in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen Gebiete, die mit der Stufe 4 von 5 Stufen ausgewiesen wurden. Auch in Bartolfelde kam es kürzlich zu einem Freiflächenbrand im Bereich des Bartolfelder Felsens (Einsatzbericht der Feuerwehr hier).

Wenn jetzt also der letzte Schnee verschwunden ist, das Wasser in den Höhenlagen abläuft und dabei die Atmosphäre den Boden antrocknen kann, werden wir auch Flächen haben, die schnell austrocknen. Solange die Laubwälder noch nicht grün sind, greifen Wind und Sonne dabei auch tiefer in die Böden. Geschwächte Wälder, die mit dem extremen Wetter der letzten Jahre zu kämpfen hatten, beschatten die Böden ebenfalls weniger. Dazu ist das Laub aus dem vergangenen Jahr noch nicht verrottet. Bei Trockenheit wird das schnell unangenehm.

Unter diesen Umständen darf man bestimmt schon einmal vorsichtig auf die Situation hinweisen und die noch geringe Gefahr in die Köpfe rufen. Denn sollte es in den kommenden Wochen weiterhin wenig oder zu wenig Regen geben, wird sich die Situation schnell ungünstig entwickeln.

Die ersten Referenzmesspunkte des Landes Niedersachsen, an denen der Grundwasserspiegel gemessen wird, zeigten zuletzt schon leicht sinkende Grundwasserspiegel. Damit herrscht nun keine Dürre und niemand glaubt jetzt schon an knappe Wasserressourcen, aber die vergangenen Monate mit höheren Niederschlägen, scheinen aktuell vorbei zu sein oder zumindest gibt es eine Unterbrechung.

Behalten wir die Situation also im Auge und passen wir rechtzeitig unser Verhalten an. Denn unsere Wälder sind hier unser Kapital. Die Wälder locken die Gäste in die Region und speichern unser Wasser, von dem es stellenweise in den letzten Jahren, zumindest zeitweilig, zu wenig gegeben hat. Aber die Wälder sind auch eine Sachversicherung. Gesunde Wälder puffern den Abfluss bei Starkregen. Ein gesunder Boden kann bei Unwettern sehr viel Zeit gewinnen. Also macht es auch in dem Zusammenhang Sinn, an den Wald zu denken. Wenn der Boden nach einem Waldbrand nicht gehalten wird, weil die Flammen die Pflanzendecke beschädigt haben, kann das Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und den Abfluss bei Starkregen mit sich bringen. Nimmt der Regen den Boden mit, fehlt er auch neuen Waldgeneration. Und wer wird jetzt schon wissen, was die kommenden Monate an Regen oder Hitze bringen?

Zumindest ist es wohl der richtige Moment, um auf eine interessante Idee aufmerksam zu machen: Das Projekt „Waldbrand Klima Resilienz“ (WKR) hat im letzten Jahr, zusammen mit dem „Deutschen Wetterdienst“ (DWD) ein Plakat veröffentlicht, das auf die wichtigsten Waldbrandgefahren aufmerksam macht. Zudem kann man hier mit dem Smartphone einen Code scannen, der direkt zu den Informationen des DWD führt, die zur aktuellen Waldbrandgefahr Auskunft geben.

Für öffentliche Einrichtungen, Touristen-Informationen, Vermieter, Hotels und Ausflugsgaststätten, steckt darin eine schöne und einfache Möglichkeit, die Gäste in der warmen Jahreszeit zu informieren, zu sensibilisieren und aufmerksam zu machen. Das Plakat kann man im Internet einfach herunterladen, ausdrucken und aufhängen. So kann jede Person, die am Plakat vorbei geht, über den aufgedruckten Code sofort die aktuelle Waldbrandgefahr auf dem Smartphone einsehen. Und ein Blick auf die Internetseite vom WKR lohnt sich auch. Selbst Fachleute können dort hilfreiche Informationen finden. Egal ob für Waldbesitzer oder Feuerwehrleute, einfache Waldbesucher, die Seite bringt interessante Einblicke.
Ich finde, dass diese Idee sehr kostengünstig, sinnvoll, einfach und bestimmt auch hilfreich ist. Darum wollte ich die Idee, bewusst und noch vor der ersten richtigen Hitzewelle, einfach mal erwähnen.

Jetzt aber viel Spaß in der Natur! Egal ob Wandern, Fahrradfahren, Fotografieren, spazieren gehen oder einfach Seele baumeln lassen, der Frühling kommt bestimmt! Genießt die steigenden Temperaturen, aber nehmt Rücksicht aufeinander und die Natur! Vergesst aber auch die Gefahren nicht!

 Lieber Gruß aus der Tiefe der Harzer Berge, Euer Zwerg aus dem Berg … ;-)


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