Geschrieben von Rolf Steinke am 04. April 2025
Die Ansiedelung des Luchses im Harz ist ein Erfolgsmodell
Luchsexperte Ole Anders hielt einen Vortrag beim Frühstückstreff im Gemeindehaus






Jeden ersten Mittwoch um 9.30 Uhr im Monat treffen sich die Damen des Frühstückstreffs im Gemeindehaus der St. Andreas-Gemeinde, um zum Beispiel interessanten Vorträgen zu lauschen. Monika Marxen begrüßte die Damen und eröffnete den Vormittag diesmal mit dem Gedicht Frühlingsglaube “von Ludwig Uhland. Sie begrüßte Ole Anders, Projektkoordinator des Luchsprojekts Harz bei der Nationalparkverwaltung, der einen Vortrag über das Luchsprojekt im Harz hielt.
Ansiedlung vor 25 Jahren
Über eine Stunde berichtete der Luchsexperte sehr informativ über die Geschichte der Luchspopulation im Harz. Er informierte über der Anzahl der Luchse im Harz und deren Verhalten. Zahlreiche Wildkameras dienen dazu, so Anders, in einem Verzeichnis die Luchse zu vermerken. Aber der Eurasische Luchs kommt nicht nur im Harz vor. In Sachsen Anhalt, Hessen und Thüringen wurden ebenfalls Luchse geortet. Auch zum Thema der Inzucht unter Luchsen gab der Experte sehr informative Einzelheiten bekannt.
Bitte Luchse nicht füttern
Anders berichtete, dass es vorkommt, das Luchse in die Städte kommen. So auch in Goslar, wo die Luchse meistens ausgelegtes Katzenfutter finden. Er bat dringend darum, Luchse nicht zu füttern, denn ohne weiteres ausreichendes Futter können die Luchse nicht überleben.
Nachfragen aus der Runde
Wie verhalten sich Luchs und Wolf untereinander, lautete eine Frage. Die Tiere, so Anders, streiten sich schon mal um das Futter. Auch wie immer mehr Waldflächen in Nutzflächen umgewandelt werden, wurde angefragt und diskutiert. Auch zum Alter der Luchse konnte Anders entsprechende Auskünfte geben.
Die Leiterin des Frühstückstreffs Monika Marxen dankte Ole Anders für seinen sehr informativen Vortrag und übergab einen Spendenbetrag für das Luchsprojekt Harz.