Geschrieben von ski am 24. Juni 2025
Spannend und aufregend - nicht nur auf der Bühne: die Projektwoche an der KGS
Ein Theaterprojekt mit den stillen Hunden wurde vom Kulturkreis e.V. gefördert




Einmal im Jahr geht es an der KGS Bad Lauterberg ganz anders zu als gewohnt: zur Projektwoche wird gehämmert, gestickt oder gewandert – jedenfalls etwas ganz anderes gemacht als gewohnt. Auch diesmal konnten sich Eltern, Geschwister, Verwandte und alle Interessierten zum Abschluss der Projektwoche das Erarbeitete und Erlebte zeigen lassen. Wie immer gab es für die Schülerinnen und Schüler eine große Auswahl an Projekten, darunter „Klassiker“ der ProWo, wie zum Beispiel das Projekt Babybedenkzeit oder das Bienenprojekt. Aber auch eine Menge neuer und ungewöhnlicher Aktionen war dabei, wie zum Beispiel „Stadtansichten“, bei welchem die Kinder und Jugendlichen mit der Bad Lauterberger Künstlerin Nathalie Reinholz ihre Sicht auf die Kneippstadt zu Papier brachten. Beim Clean-Up-Projekt wurde eine Woche lang in der Stadt aufgeräumt – und dabei kam eine Menge zu Tage. Daneben wurde auch Judo für Mädchen, Zirkusakrobatik, Bogenschießen, das Trommelprojekt, das „Sticken für Toleranz“, Camping und Wandern und vieles mehr angeboten. Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kursana Haus Lukas wird hier vorgestellt.
Eine besondere Kooperation gab es in diesem Jahr mit dem Kulturkreis Bad Lauterberg e.V.: Christoph Huber von den bekannten „stillen Hunden“ führte mit Schülerinnen und Schülern ein Theaterprojekt durch. Das besondere: es ist ein Projekt für DaZ-Schüler – Deutsch als Zweitsprache. Für die Kinder und Jugendlichen, die mehrheitlich aus der Ukraine stammen, war es noch einmal eine ganz besondere Herausforderung, sich auf die Bühne der KGS-Aula zu stellen. Und Christoph Huber, der das Stück mit ihnen erarbeitete, bekannte: „Das war auch für mich eine tolle und interessante Woche – ich kann kein ukrainisch oder russisch“. Und genau das war das Thema des Stücks: es geht vieles leichter, wenn man in einer gemeinsamen Sprache miteinander sprechen kann. Bei allen Unterschieden in der Lebenswelt der Einzelnen, die auf den selbst gestalteten „Bausteinen“ zu sehen waren: erst wenn man miteinander redet, kann man einen gemeinsamen Turm bauen. Die Schülerinnen und Schüler waren mit Rieseneifer dabei. „Sie sind regelrecht aufgeblüht und konnten zum Teil richtig aus sich heraus gehen“, da waren sich auch Koordinatorin Julia Richter-Smid und Schulleiterin Inger Schweer einig. Die große Aufregung der Teilnehmenden vor dem Auftritt zeigte auch, wie ernst sie die Sache genommen haben. Der Dank der Schulleitung gilt besonders dem Kulturkreis, der durch seine finanzielle Förderung das Theaterprojekt mit den „stillen Hunden“ ermöglichte. Und Christoph Huber betonte: „Das war auch für mich ein Geschenk, ich habe mich jeden Morgen gefreut, herzukommen“. Schade, dass so eine Projektwoche immer so schnell vorbeigeht – aber einen Trost gibt es ja: jetzt sind es nur noch wenige Tage bis zu den großen Ferien.
