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ski am 16. September 2025
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Großes Publikumsinteresse beim Tag des offenen Denkmals
Viele Besucher in der Schulstraße 65 und auf der Königshütte
Wie eine Puppenstube, aber authentisch: ein detailreich ausgestatter Raum in der SchulstraßeIn diesem Gebäude gab es schon viele wirtschaftliche Aktivitäten......von denen interessante Zeugnisse übrigblieben. Zahlreiche Besucher nutzten die einmalige GelegenheitDas Blasorchester Herzberg brachte die Band wieder zusammen....Auch am Industriedenkmal Königshütte war das Publikumsinteresse großAngelika Kiebach zeigte die kunst- und mühevolle Arbeit, mit der sich Bergarbeiterfamilien früher über Wasser hielten
Einen besonders erfolgreichen Tag des offenen Denkmals erlebten die Bad Lauterberger am vergangenen Sonntag. Denn das Publikumsinteresse war groß, vor allem natürlich an dem Gebäude Schulstraße 65, ein Privathaus, das die Eigentümerfamilie Pape erstmals (und vermutlich auch zum einzigen Mal) der Öffentlichkeit präsentierte. Hier gab es sehr viel Lohnendes zu entdecken, und die Besucherinnen und Besucher staunten nicht schlecht, was sich alles hinter der ehrwürdigen Fachwerkfassade verbirgt. Mit viel Liebe zum Detail haben die Eigentümer passende Antiquitäten zusammengestellt und die Räume ausgestattet. Zu entdecken gab es neben den museumswürdigen Wohnräumen mit vielen lokalen, historischen Objekten einen entzückenden Hinterhof, den Brunnen und das Hinterhaus, wo noch Reste der ehemaligen Pinselfabrik zu bestaunen waren. Eine Gelegenheit, die viele Lauterberger nutzten, und bei der viele Erinnerungen wach wurden. Und als wäre das noch nicht Anreiz genug, sorgte das Blasorchester Herzberg für einen besonderen Musikgenuss mit klassischen Stücken und ihrer musikalischen Reise durch den Blues Brothers-Film.
Auf der Königshütte, wo bereits um zehn Uhr der Tag mit einem Freiluftgottesdienst eröffnet wurde, war diesmal auch besonders viel los – so viel, dass sogar das Kuchenbuffet am Nachmittag komplett geleert war. Auf dem Gelände des Industriedenkmals waren auch wieder zahlreiche Schau- und Mitmachaktionen zu erleben, außerdem natürlich Führungen und sogar Musik von Alleinunterhalter Heiko Wiedemann. Glaskunst und Modell-Dampfloks waren ebenfalls zu bewundern.
Klöpplerin Angelika Kiebach erklärte fachkundig ihre Handwerkskunst. Das Klöppeln, also das Anfertigen von Spitze aus Garn mit Hilfe von kleinen spindelförmigen Holzstücken, war früher keineswegs eine Freizeitbeschäftigung. Für die bitterarmen Bergmannsfamilien war es eine wichtige Einkommensquelle, und das bedeutete, dass Frauen, Kinder, Alte und Männer, die etwa aufgrund eines Unfalls nicht mehr als Bergleute arbeiten konnten, den ganzen Tag am Klöppelkissen saßen. In den Harz kam das Klöppeln mit den Bergleuten aus dem Erzgebirge. „Der Bergbau und das Klöppeln, das gehörte schon immer zusammen“, erklärte Angelika Kiebach, die auch Kurse gibt. Fahrende Händler kauften die „Meterspitze“ zu einem Spottpreis, die dann an die betuchten Familien in der Stadt verkauft wurde. Denn das Tragen von Spitze war ein Statussymbol – und es blieb schon aufgrund der Ständeordnung vielen klöppelnden Frauen selbst verwehrt.
Wer sich dafür interessiert, kann das Oberharzer Klöppelzentrum in St. Andreasberg im Kurgastzentrum besuchen, das von April bis Oktober immer dienstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist. Und am Freitag, 26.09.2025 um 19 Uhr finden dort eine Märchenlesung und eine besondere Klöppelausstellung für Kinder und Erwachsene statt.