Geschrieben von Rolf Steinke am 04. August 2026
Über achtzig Kilometer durch Feld und Flur geradelt
Im Radverein Wanderlust führte die Tour nach Herreden
Es mag nostalgisch klingen, aber gäbe es die Wiedervereinigung im Jahr 1990 nicht, hätten wir die Gebiete in den neuen Ländern nie kennengelernt, oder mit dem Rad erkundet.
Jeden Sonntag abwechslungsreiche Radtouren
Der Autor dieses Berichtes ist viel mit dem E-Bike unterwegs. Über Touren zum Großen Knollen, dem Bismarkturm und der Hanskühnenburg wurde schon in LauterNEUES berichtet, aber natürlich macht es in der Gruppe mehr Spaß. Im Radverein Wanderlust e.V. sind es inzwischen 20 Radler und Radlerinnen, die an jedem Sonntag in verschiedene Richtungen starten.
Gut organisiert
Natürlich braucht es eine gewisse Planung, wohin die Touren stattfinden sollen. Willi ist der Radwanderwart, der die Touren vorher abfährt. An diesem Sonntagmorgen stimmten die Witterungsbedingungen und so startete die Gruppe um 10.00 Uhr in Barbis in Richtung Herreden. Aus unterschiedlichen Gründen war es nur eine kleine Gruppe, die sich die lange Tour zutraute.
Belohnung erfolgte
Über Osterhagen führte die Tour durch Steina und Tettenborn Kolonie nach Klettenberg. Hinter dem Ort befinden sich zahlreiche Büsche mit reifen Mirabellen. Dort wurde schon mal angehalten und genascht. Der Kummerberg war sehr steil und erforderte hohe Konzentration und Akkuleistung. Dort auf dem Berg ist eine Stempelstelle und auf einer Tafel wird eine lustige Episode beschrieben. Blicke auf den Kyffhäuser und auf das Krankenhaus in Nordhausen waren an diesem herrlichen Sommertag möglich. Gestärkt mit Thüringer Speisen radelte die Gruppe über Nordhausen/ Salza über Woffleben, Ellrich, Walkenried, Bad Sachsa zurück in Richtung Barbis.
Fährt von alleine?
Wer schon einmal mit einem E-Bike gefahren ist, kann beurteilen, dass trotz der Motorunterstützung noch in die Pedale getreten werden muss. Und auf dieser Tour gab es doch einige Steigungen, die eine gute Kondition voraussetzten.
Helm unnötig?
Der Autor dieses und viele anderer Berichte in LauterNEUES wundert sich immer, wenn er junge und besonders ältere Radfahrer sieht, die keinen Helm tragen. Dieses soll bitte keine Belehrung sein, aber ein Presseartikel regt vielleicht doch zum Nachdenken an. Jeden Morgen fuhr ein Mann mit dem E-Bike zur Arbeit, natürlich immer mit Helm, an diesem Tag nicht. Bei einem Unfall mit einem LKW kam er zu Fall, stürzte und fiel auf den Kopf. Leider überlebte er nicht. Einfach unverständlich, dass zum Beispiel der Bund Deutscher Radfahrer eine allgemeine Helmpflicht für Radfahrer nicht für erforderlich hält. Die zuständigen Behörden für die allgemeine Fahrsicherheit der Radfahrer scheinen dies auch zu ignorieren.







