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Dienstag, 20. Oktober 2026
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Geschrieben von ski am 27. September 2026
Aktuell

Damit die Dinge nicht in Vergessenheit geraten

Neue Übersichtstafel über die Kriegsgräberstätten auf dem Bergfriedhof eingeweiht

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Hans Nebel (Stiftung Zukunft für St. Andreas), Andreas Schönhöft (Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge), Pastorin Vanessa Bethe und Erste Kreisrätin Doreen Fragel enthüllten die Tafel.
Hans Nebel (Stiftung Zukunft für St. Andreas), Andreas Schönhöft (Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge), Pastorin Vanessa Bethe und Erste Kreisrätin Doreen Fragel enthüllten die Tafel.
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Am vergangenen Donnerstag (24.09.2026) wurde eine neue Übersichtstafel zu den Kriegsgräberstätten auf dem Bad Lauterberger Bergfriedhof eingeweiht. Sie zeigt an, wo auf dem Friedhof die Gräberfelder beziehungsweise Gedenksteine der Opfer des ersten und des zweiten Weltkriegs und der ausländischen Opfer der NS-Gewaltherrschaft zu finden sind. Erarbeitet wurde sie vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Kooperation mit dem Verein Spurensuche Harzregion e.V.

„Es ist gut, wenn Dinge nicht in Vergessenheit geraten“, sagte die Erste Kreisrätin Doreen Fragel bei der Enthüllung der Tafel, die von der Stiftung „Zukunft für St. Andreas“ finanziert wurde. „Die Angehörigen brauchen einen Ort, wo sie das Schicksal ihrer Verwandten nachvollziehen können. Gerade in dieser Zeit, wo wir sehr erschrocken sind, wie schnell solche Geschichte in Vergessenheit gerät, sind solche Gedenkorte wichtig, um zu zeigen, was so etwas mit der Bevölkerung gemacht hat.“ Und sie forderte auf: „Bewahren wir uns den Frieden, den wir haben!“

Bad Lauterbergs Bürgermeister Rolf Lange erklärte, erstmals vor einigen Jahren bewusst mit dem Thema Kriegsgräber in Kontakt gekommen zu sein, nämlich als eine Konfirmandengruppe diese gesäubert hatte. Er bedankte sich bei der Kirchengemeinde und der Stiftung Zukunft für St. Andreas für die Initiierung und Finanzierung des Projekts.

Ein Friedhof ist immer auch ein Ort des Übergangs – und damit ein guter Ort für diese Tafel, befand Pastorin Vanessa Bethe: „Wir geben den Kriegsgräbern damit mehr Sichtbarkeit. Und was wir sehen, das können wir wahrnehmen, und was wir wahrnehmen, das kann unser Handeln beeinflussen.“ Gräber, so Bethe weiter, erzählen nicht nur von den Menschen, sondern auch von der Zeit, in der sie gelebt haben – und diese Gräber regen an, Fragen zu stellen: Wie konnte es dazu kommen? Was haben die Menschen damals gemacht – oder was haben sie unterlassen? „Und vielleicht denkt jemand beim Lesen: das darf nicht noch einmal geschehen“, so Bethe. Denn auch in Europa ist ja der Frieden wieder zerbrechlicher geworden. Die Aufstellung der Tafel, so die Pastorin, sei auch ein Ausdruck von Einigkeit und Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der evangelischen Kirchengemeinde.

Die nun enthüllte Tafel soll der Anfang von weiteren Informationstafeln auf dem Friedhof sein, die beispielsweise an das Schicksal und die Gedenkorte der Zwangsarbeiter/innen und Kriegsgefangenen erinnern. Andreas Schönhöft vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., bedankte sich bei der Stadt für die Unterstützung und beim Verein Spurensuche Harzregion e.V. und besonders bei den engagierten Ehrenamtlichen der Stiftung Zukunft für St. Andreas, die das Projekt initiiert hatte.



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