Geschrieben von Karl Heinz Bleß am 24. Februar 2015
Ulrich Helmboldt wird 70 Jahre alt
Ehemaliger Bürgermeister feiert runden Geburtstag
Drei Wahlperioden war Ulrich Helmboldt im Rat Bad Lauterberg, eine Wahlperiode Kreistagsabgeordneter, zweimal ehrenamtlicher Bürgermeister. Heute (25.02.2015) feiert der pensionierte Schulleiter seinen 70. Geburtstag. „Die Politik von Willy Brandt hat mir sehr gefallen“, sagt er mit Blick auf die Anfänge seiner politischen Tätigkeit. Deshalb trat er 1972 in die SPD ein. Allerdings: Schon seine Eltern waren Sozialdemokraten.
Pädagoge und Politiker
Sein Vater war in der Stadtverwaltung beschäftigt. Zunächst trat Helmboldt in die Fußstapfen seines Vaters und schlug die Verwaltungslaufbahn ein, bis er 1972 das Pädagogikstudium begann. Seit 1976 war er an Grund- und Hauptschulen in Hilkerode, Vienenburg (Sonderschule), St. Andreasberg und Braunlage als Pädagoge tätig, davon 26 Jahre lang als Leiter der Wurmbergschule in Braunlage.
Gerne denkt er an die Zeit zurück, als er im Rat mitarbeitete, Fraktionsvorsitzender und von 1990 bis 1991 und 1996 bis 2001 ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt war. „Es gab gute Mehrheiten, und wir konnten etwas bewegen.“ Unzählig sind die Begegnungen bei Geburtstagen und Jubiläen, bei Vereinstreffen und offiziellen Anlässen. Am schönsten war „das Erleben der Grenzöffnung“, für die er mit vielen anderen am Kreuzbusch demonstriert hatte. Immer noch hat er aus dieser Zeit Kontakte. „Es war eine Zeit des Aufbruchs“, erinnert er sich lebhaft. Schön war auch „die Zeit mit den französischen Freunden“, den Soldaten der Französischen Einheit. Es gab ein gutes Einvernehmen, die Empfänge und Bälle sind legendär, weil es so ungezwungen dabei zuging. „Die Kinder spielten mittendrin, ohne undiszipliniert zu sein.“ Auch an die Partnerschaft der Kneippstadt mit Berggießhübel denkt er gerne zurück, obwohl sie heute eingeschlafen ist.
Wahlniederlage größte Enttäuschung
2001 kam für den Politiker Ulrich Helmboldt die größte Enttäuschung. Da wollte er hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt werden. Doch er verlor die Wahl. „Viele haben damals gedacht, die Wahl sei ohnehin schon für mich gelaufen und sind nicht ins Wahllokal gegangen“, sieht er heute eine wichtige Ursache dafür.
Gesellschaftlich aktiv ist Ulrich Helmboldt aber trotzdem. Er übernahm 1998 den Vorsitz des Sozialverbandes in Bad Lauterberg. Der Verein erlebt seither einen regelrechten Aufschwung und zählt heute 730 Mitglieder. „Da kommt uns die Altersentwicklung entgegen, aber auch, dass wir viel veranstalten mit Kameradschaftsnachmittagen, Treffen und Busfahrten.“