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Geschrieben von PM / Boris Janssen am 01. April 2015
Aktuell

Niklas hat auch im Landkreis Osterode gewütet

Sturmtief beschäftigte Polizei und Feuerwehren vor allem mit umgestürzten Bäumen – Wälder sollten erst einmal gemieden werden

In Osterhagen hat Niklas ein Gewächshaus auf dem Gewissen...
In Osterhagen hat Niklas ein Gewächshaus auf dem Gewissen...
...und nur wenige Meter weiter dieses Dach. (Fotos: Tanja Wedekind)
...und nur wenige Meter weiter dieses Dach. (Fotos: Tanja Wedekind)

Sturmtief Niklas hat am Dienstag (31.03.2015) auch im Landkreis Osterode seine Spuren hinterlassen. Die Polizei Osterode berichtet von insgesamt 17 Einsätzen vom Nachmittag bis zum späten Abend.

 

Viel zu tun in Osterode

Zunächst war ein Baum in Höhe Aschenhütte auf die Fahrbahn der B 243 gestürzt. Anschließend entstanden auf verschiedenen Abschnitten der B 243 zwei Gefahrenstellen durch Metallteile, die in die Fahrbahn ragten. Ebenfalls wegen eines umgestürzten Baumes musste die B 241 zwischen der mittleren Abfahrt sowie der unteren Abfahrt Lerbach für 90 Minuten voll gesperrt werden. Hier wurde die Freiwillige Feuerwehr Osterode zur Unterstützung angefordert. In der gesamten Osteroder Innenstadt fielen von mehreren Gebäuden Dachziegel herunter – nach Erkenntnissen der Polizei wurden keine Passanten verletzt. Auch hier hatten die Feuerwehr und die Stadt Osterode alle Hände voll zu tun, um die Gefahrenstellen abzusichern. Auswirkung hatte auch ein umgestürzter Baum auf den Gleisen zwischen Bahnhof Mitte und Bahnhof Leege. Die Strecke musste durch die Deutsche Bahn für etwa 20 Minuten gesperrt werden. Höhere Sachschäden durch einen Baum entstanden an vier Fahrzeugen, die auf der Bleichstelle abgestellt waren.

Mit der Unterstützung der Feuerwehr Osterode sowie der Straßenmeisterei Herzberg hätten aber bis zum Ende des Tages alle weiteren umgestürzten Bäume im Landkreis Osterode beseitigt werden können, berichtet die Polizei Osterode. Einer hatte die Lärmschutzwand an der B 243 am Ortseingang Herzberg aus Osterode durchbrochen.

 

Keine größeren Einsätze in Bad Lauterberg

Aus dem Bad Lauterberger Stadtgebiet wurden von Polizei und Feuerwehr bisher keine größeren Einsätze gemeldet. Bereits am Dienstagvormittag war aber zwischen Bartolfelde und dem Winkeltal ein Baum auf die L 531 gestürzt. Und mindestens in Osterhagen hat der Sturm deutlich sichtbare Schäden angerichtet, wie die Fotos zeigen.

 

Wälder lieber meiden

Unterdessen warnen die Niedersächsischen Landesforsten davor, in nächster Zeit die Wälder zu betreten. Auch Autofahrer sollten Straßen durch Waldgebiete meiden und sichere Umwege wählen. Gerade in den Mittelgebirgen habe der Sturm große Schäden angerichtet. Im Harz beseitigen Mitarbeiter des Forstamtes Lauterberg derzeit (01.04.2015) Sturmschäden auf der Landstraße 602 zwischen Zorge und Hohegeiß – die Straße ist aktuell gesperrt. Forstleute rechnen außerdem mit weiteren Windwurf-Schäden, da der Boden infolge anhaltender Regenfälle aufgeweicht ist.

Spaziergänger sollten die Wälder erst wieder betreten, wenn der Sturm vollständig abgezogen ist. Auch Tage nach einem Unwetter mit schweren Sturmböen könnten abgebrochene Äste, die noch in den Baumkronen hängen, Waldbesucher gefährden. Wanderer müssen in den kommenden Wochen damit rechnen, dass einzelne Bäume über den Wegen liegen. Eine Bilanz der Schäden werde erst nach einigen Wochen möglich sein, so die Erfahrung von Klaus Jänich, dem Vizepräsidenten der Niedersächsischen Landesforsten.


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