.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Sonntag, 14. April 2024
Login



Geschrieben von Swenja Tölle am 18. April 2015
Aktuell

Ohne Unterwäsche im Krimitörtchen-Blutrausch

HarzKrimiDinner mit Andrea Illgen und Helmut Exner bei Café Schnibbe

Andrea Illgen, Helmut Exner, Elke Schnibbe und Susi Kinne (von links)
Andrea Illgen, Helmut Exner, Elke Schnibbe und Susi Kinne  (von links)
Mögen sich sehr..Helmut Exner und Andrea Illgen
Mögen sich sehr..Helmut Exner und Andrea Illgen
Susanne Kinne (links) dankt den Autoren Helmut Exner (Mitte) und Andrea Illgen
Susanne Kinne (links) dankt den Autoren Helmut Exner (Mitte) und Andrea Illgen
Fachsimpeln am Tisch mit Ehepaar Illgen
Fachsimpeln am Tisch mit Ehepaar Illgen

Ein voller Erfolg für die Veranstalter und ein gelungener Abend für die Gäste war das HarzKrimiDinner im Café Schnibbe am vergangenen Freitagabend. In stilvollem Ambiente konnten Elke und Jürgen Schnibbe gemeinsam mit Buchhändlerin und Organisatorin Susanne Kinne nicht nur die Autoren Andrea Illgen und Helmut Exner begrüßen. Knapp 50 Interessierte folgten den Lesungen der Harz-Autoren und genossen den Gaumenschmaus, den Küchenchefin Elke Schnibbe und ihr Team auf die Tische zauberten.

Christian Dolle leitete den Abend mit einer heiteren Befragung der Buchautoren ein und Andrea Illgen gab dabei zu, in keiner Beziehung zu George Clooney zu stehen- schließlich hat sie ja auch einen sehr netten Mann. „Für den Clooney bin ich schon zu alt!“ so die sympathische Jungautorin zwinkernd. Auch privat liest Andrea Illgen gerne Krimis von weiblichen Autorinnen. Auch Helmut Exner macht keinen Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Autoren. Dolle seinerseits erklärte „Mordserbe“ zu seinem persönlich spannendstem Exner. Nach geräuchertem Forellenfilet aus der Region, stellte Andrea Illgen ihren Debütroman „Stollenfahrt“ dan dem Publikum vor. Die gebürtige Braunschweigerin, die heute mit ihrem Mann in Clausthal-Zellerfeld lebt, zeigte sich bereits als Kind begeistert vom Harz. Nachdem sie viele Jahre in Norwegen als Gesangs- und Klavierlehrerin tätig war, wurde das Heimweh nach Deutschland größer und trieb sie zurück in das geliebte Heimatgebirge. Hier begann Illgen endlich mit ihrem Lebenstraum- ein Buch schreiben. Entstanden ist ein Abenteuerroman für Erwachsene, der teilweise riesige Parallelen zum Leben der Autorin zeigt. Auch ihre Hauptperson Friederike Wolkenreich kehrt nach dem Verschwinden ihres Mannes zwei Jahre später aus Skandinavien in den Harz zurück und bezieht eine ehemalige Bergmannskapelle in Clausthal-Zellerfeld. Ein altes Gemälde, zwielichtige Gestalten und ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit wecken die Detektivin in Friederike und sorgen für allerlei Turbulenzen. „Stollenfahrt“ ist eine Art Tagebuch an den verschwundenen Mann Mario. In der Bergmannskapelle hofft Friederike Abstand zu gewinnen und besser über den Verlust Marios hinwegzukommen. Doppelte Wände einfach zu untersuchen bereitet Schmerzen, wie Andrea Illgen in ihrer Leseprobe beweisen konnte. Das Publikum hörte gespannt zu und der seit März auf dem Buchmarkt erschienene Roman wurde begeistert angenommen. Ebenso wie das Ragout vom Harzer Höhenvieh in Bärlauchsauce, welches Elke Schnibbe im Brotmantel servierte. Zusätzliche Tipps über Bärlauch und andere Kräuter und natürlich das Harzer Höhenvieh gab es von der Küchenchefin zur Information für die interessierten Zuhörer.

Gestärkt folgte die Lesung von Helmut Exner, der seinen neuesten Harzkrimi „Mordserbe“ vorstellte. Der neue todernst-heitere Krimi ist bereits Harzkrimi Nummer zehn aus der Feder des beliebten Autors Helmut Exner, der heute mit seiner Frau in Duderstadt lebt. Auch George Clooney spielt eine Gastrolle in „Mordserbe“. Exner, der sich selber als „Spontanschreiber“ bezeichnet, beginnt stets mit einer kleinen Idee, in der pausenlos Personen hinzugefügt werden. Inzwischen sorgen liebgewonnene Serienfiguren in seinen Krimis für diverse Angriffe des Lesers. Eine Kostprobe bekamen die Zuhörer im Café Schnibbe beispielsweise in der Szene des Chinesen „Woo“, der den Goslarer Damen erklärte, dass er keine Unterwäsche trug.

Mit den „Krimi-Törtchen im Blutrausch“ verabschiedete sich das hervorragende Küchenteam und mit  einer Leseprobe seines noch nicht veröffentlichten, neuen Buches auch Helmut Exner. Susanne Kinne sprach den Autoren und dem Ehepaar Schnibbe ihren Dank aus für einen überaus gelungenen Krimi-Abend und verteilte Blümchen an die Autoren.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche