.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Sonntag, 14. April 2024
Login



Geschrieben von Swenja Tölle am 19. April 2015
Aktuell

Kuddelmuddel der Zuständigkeiten

SPD-Info-Stammtisch zur Umwidmung der B243alt

371.jpg

Am vergangenen Mittwoch lud die SPD Bad Lauterberg zu einem informativen Stammtisch: Es ging um die Umwandlung der B 243 alt in eine Kreis-, Landes- und Gemeindestraße. Der Vorsitzende Uwe Speit konnte 15 Mitglieder und Gäste zu diesem Informationsaustausch begrüßen. Dabei waren auch Bürgermeister Dr. Thomas Gans und der Sachgebietsleiter Technik und Bauhof der Stadt Bad Lauterberg Thomas Hunold, der alle Fragen der Gäste genauestens beantwortete. „ Die Verhandlungen dauern derzeit noch an“, so Hunold zum aktuellen Stand „Wir können heute nur Informationen zum jetzigen Verhandlungsstand geben!“

Der Butterberg Richtung neuer Kreisel wird vom Landkreis Osterode betreut. Vom Kreisel bis ins Winkeltal ist die Kreisstraße nun die L 531 mit Abzweigung rechts bis zur Landesgrenze hinter Bartolfelde. Nach der Senke wiederum handelt es sich um eine Kreisstraße bis zur Branntweinseiche.
Über den Umbau der Barbiser Straße beispielsweise bestimmt nun das Land Niedersachsen. Die Frage ist, in welchen Zustand diese einst nach Grenzöffnung bis zur Eröffnung der neuen B 243 stark befahrene Straße nunmehr versetzt wird. Schließlich muss die Straße auch in Zukunft bei Unfällen auf der neuen Straße als Umleitungsstrecke für den kompletten Verkehr stand halten.

Barbiser Bürgern gibt der jetzigen Zustand zu denken: tiefe Spurrillen sorgen für regelrechte Bäche bei Regen und eine notdürftige Ausbesserung der Straße reicht für die Anwohner nicht aus. Gerade hier, versicherte Hunold, wurden bereits im Frühjahr mit Sachverständigen Ortsbegehungen und Bohrungen vorgenommen sowie Schadstellen lokalisiert. Bereits im Juli soll mit der Arbeit begonnen werden. Momentan steht der Ausbau der Straße im Vordergrund. Gossen und Bordsteine müssen warten, denn hierfür muss die Kommune selber sorgen. Hunold wies immer wieder darauf hin, dass die Verhandlungen noch laufen und die Barbiser Anwohner zeigten sich nicht erfreut über die „Flickschusterei“, die sie eventuell erwartet. Auch der vergangene Winterdienst gestaltete sich sehr problematisch, da Stadt, Landkreis und Subunternehmer gebietsweise zuständig waren. Dabei kam es oft zu Abstimmungsschwierigkeiten. Das Team vom Bauhof musste desöfteren eingreifen, um Schlimmeres zu vermeiden. Ein weiteres Problem waren und sind die Navigationsgeräte der Ortsfremden, die teilweise die neue Straße nicht erkennen und immer noch durch Barbis fahren. Die Beschilderung aus Richtung Herzberg kommend ist irreführend und keineswegs eindeutig. Auch Uwe Speit erklärte den Anwohnern noch einmal, dass die Verwaltung in Gesprächen versucht, alles auf dem Stand zu halten und eine Gemeindestraße lediglich 5,50 Meter Breite habe - eine Bundesstraße jedoch 7 Meter Breite. Bauamtsleiterin Annette Gödecke und Thomas Hunold kämpfen noch im Anfangsstadium. Danach werden die Ansprüche geltend gemacht.

Gudrun Teyke fragte, was zur unterschiedlichen Bewertung zweier Ortsdurchfahrten - Kreisstraße und Gemeindestraße - geführt habe. Darin sah nicht nur Teyke keinen Sinn. Ferner beklagte sie die schlechte Ausschilderung, wo doch so viele Millionen in die neue Straße geflossen sind und es an der Beschilderung letztendlich hapert. Dr. Thomas Gans informierte, das die Festlegung der Herabstufung und Übernahme bereits vor Baubeginn der neuen Straße festgelegt wurde. Damals waren weder er noch Thomas Hunold im Amt. „Wir sind gezwungen worden, die Straße so zu übernehmen ohne Nachverhandlungen!“ so der Bürgermeister. Ferner versicherte Gans, die Straßen nun so gut es geht mit den entsprechenden Mitteln herzurichten. Im gleichen Atemzug soll die Kanalisation geprüft werden, was durch den starken LKW-Verkehr durch die Barbiser Straße bisher unmöglich war. Dann bekommt die Straße eine neue Decke. Die Schwarzdecke zahlt der Bund. Die Bürgersteige müssen vorerst warten und sollen dann aus dem Stadtsäckel bezahlt werden. Weder SPD noch die Stadtverwaltung wollen die Barbiser Bürger weiter beuteln. Spurrillen werden ausgefräst und auch die Bürgersteige werden im Laufe der Zeit verschönert.

Die Deutsche Bahn AG bringt parallel dazu die Bahnübergänge in Ordnung und Hunold plant langfristig den Ausbau von Parkplätzen am Bahnhof und eine Verschönerung und Verkehrsberuhigung der Barbiser Straße. Ampelanlagen könnten dann durch Zebrastreifen und grüne Inseln ersetzt werden. Derzeit werden rund um die neue Straße immer noch Abwässerzäune gebaut und das Ingenieurbüro kümmert sich um die Bepflanzung. Die Kreisel stellen eine deutliche Gefahr für LKWs dar und müssten entschärft werden. Die Straßenmeisterei Herzberg, da waren sich alle Beteiligten einig, muss bis zum nächsten Winter lernen und früher mit den Einsätzen beginnen, damit es auch künftig zu keiner Vollsperrung der neuen Straße kommen wird.                                   


.................................................................................................................................................

Bild der Woche