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Geschrieben von PM am 20. April 2015
Aktuell

Zeichen gegen das Vergessen

70 Jahre nach den Todesmärschen: Auch in Osterhagen weht eine „Fahne der Erinnerung“

An der westlichen Ecke Osterhagener Straße / Am Dorfbrunnen: Der Bodenaufkleber...
An der westlichen Ecke Osterhagener Straße / Am Dorfbrunnen: Der Bodenaufkleber...
... und die Fahne der Erinnerung.
... und die Fahne der Erinnerung.

In vielfältiger Weise wird in diesen Wochen dem 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges gedacht. Auf Initiative des Vereins „Jugend für Dora“ wird in besonderer Weise an die Befreiung des KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen und der wenige Wochen vor Kriegsende begonnenen Evakuierung des Konzentrationslagers und seiner zahlreichen Außenlager erinnert. Eines der Außenlager befand sich in unmittelbarer Nähe östlich von Osterhagen.

Noch kurz vor Kriegsende wurden etwa 40.000 Häftlinge und Zwangsarbeiter deportiert, um sie in anderen Lagern unterzubringen. Viele Menschen überlebten die Strapazen der Fußmärsche nicht, und so gingen sie als sogenannte Todesmärsche in die Geschichte ein.

Jede Station der Todesmärsche wurde in der vergangenen Woche (KW 16) mit einer „Fahne der Erinnerung“ gekennzeichnet und mit einem Bodenaufkleber mit einer entsprechenden Erklärung zum Standort versehen. So auch in Osterhagen an der westlichen Ecke Osterhagener Straße / Am Dorfbrunnen.

„Durch die Teilnahme und Finanzierung dieser wichtigen Gedenkaktion trägt die Stadt Bad Lauterberg der Bewältigung ihrer Kriegsvergangenheit und der Erinnerung an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte am abschreckenden Beispiel unmenschlicher Kriegsverbrechen Rechnung“, erläutert die Stadtverwaltung.


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