.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Sonntag, 14. April 2024
Login



Geschrieben von Boris Janssen am 21. April 2015
Aktuell

Von Superhelden und anderen schrägen Typen

Stadtbücherei hat Grundschulkindern eine besondere „Vorlesung“ zum Thema Comics geboten

Bildergeschichten haben einen entscheidenden Vorteil: Die versteht man selbst dann, wenn sie aus Japan kommen.
Bildergeschichten haben einen entscheidenden Vorteil: Die versteht man selbst dann, wenn sie aus Japan kommen.
Fragestellung nach Comic-Art: Findest Du Comics :-) ?
Fragestellung nach Comic-Art: Findest Du Comics :-) ?
Frank Sommer regt die Kinder immer wieder zum Mitmachen an.
Frank Sommer regt die Kinder immer wieder zum Mitmachen an.
Public Reading: Lesen macht auch in der Gemeinschaft Spaß.
Public Reading: Lesen macht auch in der Gemeinschaft Spaß.
Reich bebilderte Schätze aus der Stadtbücherei.
Reich bebilderte Schätze aus der Stadtbücherei.
Schon ohne Inhalt können Sprechblasen Botschaften vermitteln, zum Beispiel Wut oder Ärger.
Schon ohne Inhalt können Sprechblasen Botschaften vermitteln, zum Beispiel Wut oder Ärger.

Eigentlich ist die Bad Lauterberger Stadtbücherei ja wegen des Umbaus im Haus des Gastes schon seit Monaten geschlossen und ein Termin für ihre Wiedereröffnung ist noch längst nicht in Sicht. Auf liebgewonnene Veranstaltungen brauchen die Bad Lauterberger dennoch nicht zu verzichten – sei es die szenische Lesung mit den Stillen Hunden aus Göttingen oder aber der Bücherfrühling der Südniedersächsischen Bibliotheken. In dessen Rahmen hatte Büchereileiterin Doralies Baltzer zu Montag (20.04.2015) auch wieder eine vom Landschaftsverband Südniedersachsen geförderte Lesung für Grundschüler organisiert. Dabei haben Kinder aus dem dritten und vierten Jahrgang der Grundschulen am Hausberg und Bartolfelde internationale Megastars, weltbekannte Superhelden und ziemlich schräge Typen getroffen – es ging nämlich um die bunte Welt der Comics.

 

Einstieg in erste Leseerfahrungen

Dass sie bei Vielen als literarischer Trash verschrien sind, tut den Bildergeschichten Unrecht, findet Frank Sommer. Vielmehr seien sie ein prima Einstieg in erste Leseerfahrungen, machten es die Bilder doch leichter, die Handlung nachzuvollziehen. Und so tourt der „Schauspieler, Erzähler und Literaturvermittler“, wie er von der Agentur Eventilator vorgestellt wird, mit seinem Programm „Schräg – bunt – witzig – schnell. Comics und Comic-Romane für Grundschulkinder“ durch die Bibliotheken des Landes. Sommer zeigt seinem jungen Publikum die Comic-Geschichte ausgehend von Max und Moritz, die in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag feiern und gerne mal als erster Comic überhaupt bezeichnet werden, über die ersten Comics mit Sprechblasen bis hin zur erst wenigen Jahre alten Gattung des Comic-Romans. Er hat dabei auch einige weniger bekannte oder aber nagelneue Vertreter im Gepäck, die es seiner Meinung nach lohnt, kennenzulernen.

Das Programm ist auf die Zielgruppe zugeschnitten und eine Art Mitmach-Vorlesung. Frank Sommer sitzt mit Laptop und Beamer zwischen den Kindern und stellt allerhand Fragen, lässt sie erzählen, was an Comics toll oder doof ist. Kleinere Infoblöcke in der Präsentation lässt er die Kinder bewusst selber lesen, dann wieder projiziert er Buchseiten an die Leinwand und liest sie zusammen mit Kindern in verschiedenen Rollen vor.

 

Comic-Romane als „Segen für die Leseförderung“

Wie sich zeigte, ist Bad Lauterberg kein kleines Nest, an dem die Trends einfach so vorbeiziehen. Die Kinder kennen sie alle, angefangen von Max und Moritz über Superman, Batman und Spiderman bis hin zu Micky Maus, den Schlümpfen und auch Tim und Struppi. Vor allem aber kennen sie Greg. Seine seit 2008 erscheinenden Tagebücher gelten gemeinhin als Initialzündung für die Gattung Comic-Roman. In deren Erfolg sieht Frank Sommer nicht weniger als einen „Segen für die Leseförderung“, werde mit ihr doch die Lücke zum erzählerischen Lesebuch geschlossen – und so der Zugang dazu vereinfacht.

Dass auf diesem Terrain noch einiges getan werden kann, wurde ebenfalls an diesem Morgen deutlich. Denn der hohe Bekanntheitsgrad der Figuren heißt noch lange nicht, die Kinder hätten auch schon alle Werke begeistert verschlungen. Selbst auf die Frage, wer denn Gregs Tagebücher gelesen habe, blieben sehr viele Arme unten.

Deshalb gab Sommer der Stadt auch eine dringende Empfehlung: Mit den neuen Räumlichkeiten sollte gleichzeitig der mediale Bestand der Bücherei deutlich modernisiert werden – nicht zuletzt mit Greg & Co. Frank Sommer ist überzeugt, die neuen Heldinnen und neuen Helden bringen auch neue Leser.

Eigentlich ist die Bad Lauterberger Stadtbücherei ja wegen des Umbaus im Haus des Gastes schon seit Monaten geschlossen und ein Termin für ihre Wiedereröffnung ist noch längst nicht in Sicht. Auf liebgewonnene Veranstaltungen brauchen die Bad Lauterberger dennoch nicht zu verzichten – sei es die szenische Lesung mit den Stillen Hunden aus Göttingen oder aber der Bücherfrühling der Südniedersächsischen Bibliotheken. In dessen Rahmen hatte Büchereileiterin Doralies Baltzer zu Montag (20.04.2015) auch wieder eine vom Landschaftsverband Südniedersachsen geförderte Lesung für Grundschüler organisiert. Dabei haben Kinder aus dem dritten und vierten Jahrgang der Grundschulen am Hausberg und Bartolfelde internationale Megastars, weltbekannte Superhelden und ziemlich schräge Typen getroffen – es ging nämlich um die bunte Welt der Comics.

 

Einstieg in erste Leseerfahrungen

Dass sie bei Vielen als literarischer Trash verschrien sind, tut den Bildergeschichten Unrecht, findet Frank Sommer. Vielmehr seien sie ein prima Einstieg in erste Leseerfahrungen, machten es die Bilder doch leichter, die Handlung nachzuvollziehen. Und so tourt der „Schauspieler, Erzähler und Literaturvermittler“, wie er von der Agentur Eventilator vorgestellt wird, mit seinem Programm „Schräg – bunt – witzig – schnell. Comics und Comic-Romane für Grundschulkinder“ durch die Bibliotheken des Landes. Sommer zeigt seinem jungen Publikum die Comic-Geschichte ausgehend von Max und Moritz, die in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag feiern und gerne mal als erster Comic überhaupt bezeichnet werden, über die ersten Comics mit Sprechblasen bis hin zur erst wenigen Jahre alten Gattung des Comic-Romans. Er hat dabei auch einige weniger bekannte oder aber nagelneue Vertreter im Gepäck, die es seiner Meinung nach lohnt, kennenzulernen.

Das Programm ist auf die Zielgruppe zugeschnitten und eine Art Mitmach-Vorlesung. Frank Sommer sitzt mit Laptop und Beamer zwischen den Kindern und stellt allerhand Fragen, lässt sie erzählen, was an Comics toll oder doof ist. Kleinere Infoblöcke in der Präsentation lässt er die Kinder bewusst selber lesen, dann wieder projiziert er Buchseiten an die Leinwand und liest  sie zusammen mit Kindern in verschiedenen Rollen vor.

 

Comic-Romane als „Segen für die Leseförderung“

Wie sich zeigte, ist Bad Lauterberg kein kleines Nest, an dem die Trends einfach so vorbeiziehen. Die Kinder kennen sie alle, angefangen von Max und Moritz über Superman, Batman und Spiderman bis hin zu Micky Maus, den Schlümpfen und auch Tim und Struppi. Vor allem aber kennen sie Greg. Seine seit 2008 erscheinenden Tagebücher gelten gemeinhin als Initialzündung für die Gattung Comic-Roman. In deren Erfolg sieht Frank Sommer nicht weniger als einen „Segen für die Leseförderung“, werde mit ihr doch die Lücke zum erzählerischen Lesebuch geschlossen – und so der Zugang dazu vereinfacht.

Dass auf diesem Terrain noch einiges getan werden kann, wurde ebenfalls an diesem Morgen deutlich. Denn der hohe Bekanntheitsgrad der Figuren heißt noch lange nicht, die Kinder hätten auch schon alle Werke begeistert verschlungen. Selbst auf die Frage, wer denn Gregs Tagebücher gelesen habe, blieben sehr viele Arme unten.

Deshalb gab Sommer der Stadt auch eine dringende Empfehlung: Mit den neuen Räumlichkeiten sollte gleichzeitig der mediale Bestand der Bücherei deutlich modernisiert werden – nicht zuletzt mit Greg & Co. Frank Sommer ist überzeugt, die neuen Heldinnen und neuen Helden bringen auch neue Leser.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche