.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Sonntag, 21. April 2024
Login



Geschrieben von Boris Janssen am 02. Mai 2015

Aktuell

Windpark Königshagen feiert Eröffnung

Neugier und Feierlaune locken Hunderte in die Feldflur – Stadtwerke wollen bald über Erweiterung entscheiden

Wegen der EEG-Novelle ging es nach fünf Jahren Planung am Ende um wenige Tage. Aber es hat geklappt. Die Anlagen sind seit kurz vor Weihnachten am Netz.
Wegen der EEG-Novelle ging es nach fünf Jahren Planung am Ende um wenige Tage. Aber es hat geklappt. Die Anlagen sind seit kurz vor Weihnachten am Netz.
Ungewöhnliche Anblicke außen wie innen: Am Turm…
Ungewöhnliche Anblicke außen wie innen: Am Turm…
…oder aber im Turm nach oben.
…oder aber im Turm nach oben.
Die Technik wird neugierig bestaunt.
Die Technik wird neugierig bestaunt.
Feiern vor Harzpanorama.
Feiern vor Harzpanorama.
Stilvoll: Kabelspule als Tisch, Sitz und Schattenspender.
Stilvoll: Kabelspule als Tisch, Sitz und Schattenspender.
Fotostrecke: Bilder erinnern an den spannenden Bau des Windparks.
Fotostrecke: Bilder erinnern an den spannenden Bau des Windparks.
Pragmatische Lösung: Mark Winter begrüßt die Gäste mit Hilfe einer etwas anderen Sprechanlage.
Pragmatische Lösung: Mark Winter begrüßt die Gäste mit Hilfe einer etwas anderen Sprechanlage.

Viel Sonne und leichter, beständiger Wind: Wie schon beim ersten Spatenstich haben zur Eröffnungsfeier des Windparks Königshagen wieder traumhafte Wetterbedingungen geherrscht. Einige hundert Menschen haben sich am Samstag (02.05.2015) auf den Weg in die Königshagener Feldflur gemacht. Darunter waren viele Freunde, Bekannte und Wegbegleiter der drei Familien Winter, Luthin und Graf, die das Millionenprojekt initiiert und auf den Weg gebracht hatten – und natürlich viele Neugierige, die einmal in eine Windenergieanlage hineinschauen wollten.

Langwierige Grußworte und Dankesreden waren gar nicht erst ins Programm genommen worden. Stattdessen feierten die Windparkler mit ihren Gästen einfach vor dem malerischen Harzpanorama. Dazu hatten sie für einen kleinen „Festplatz“ gesorgt – stilsicher mit Kabelspulen als Tischen bestückt. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Barbis garantierte für Unterhaltung. Es gab Motorsägenkunst und ein Windpark-Quiz, bei dem eine gleichermaßen seltene wie begehrte Fahrt in die Kanzel eines Windrades als Hauptpreis lockte. Fotos erinnerten an den Bau des Windparks und die dazu erforderlichen Schwertransporte.

 

Faszinierende Technik

Besonders faszinierend war für die Meisten der Blick in eine der Anlagen, obwohl es da gar nicht so sehr viel zu sehen gibt. Große Schaltschränke und ein kleines Display – kaum mehr. Gesteuert werden die Anlagen ohnehin fast ausschließlich von außen, von den Stromnetzbetreibern und der Technik. Dennoch, Informationen wie „Turmgewicht 350 Tonnen“ sind schlicht beeindruckend.

Die Initiatoren präsentieren den Windpark denn auch mit sichtlichem Stolz. Zu Recht, wie nicht nur der stellvertretende Landrat Klaus Liebing meinte, der ihnen zum Erfolg gratulierte. In Betrieb sind die Anlagen ja schon seit gut vier Monaten. Und von kleineren Anlaufschwierigkeiten wie defekte Wettersensoren abgesehen, läuft alles im Grunde genauso wie es soll. Auch die ersten Stürme konnten den Anlagen nichts anhaben.

 

Bald Entscheidung über Erweiterung

So planen die Stadtwerke Bad Lauterberg weiterhin, den Park gemeinsam mit der HarzEnergie um vier zusätzliche Anlagen zu erweitern, trotz der EEG-Novelle, die deutlich schlechtere Einspeisevergütungen mit sich brachte. Stadtwerke-Geschäftsführer Dirk Schaper erklärte, man kalkuliere derzeit noch einmal scharf neu, und zwar mit etwas größeren Anlagen als den jetzt gebauten. Außerdem lägen zwei der vier potentiellen Standorte im Erdfallgebiet und müssten doch noch genauer untersucht werden. „Aber in spätestens zwei Monaten müssen wir endlich eine Entscheidung treffen, und zwar eine endgültige“, findet Schaper. Er ist dabei zuversichtlich, dass sie positiv ausfällt. Das würde auch Bürgermeister Dr. Thomas Gans im Sinne der Stadt grundsätzlich gefallen. Aber als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke weiß er natürlich gleichzeitig: „Die Investition muss sich wirtschaftlich schon lohnen.“

Für die Energiewende täte es das auf jeden Fall: Sollten sich am Ende tatsächlich zwischen Königshagen und Bartolfelde sieben Windräder drehen, dann würde der Strom von ihnen rechnerisch betrachtet dafür reichen, das komplette Bad Lauterberger Stadtgebiet mit erneuerbarer Energie zu versorgen.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche