.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Montag, 15. April 2024
Login



Geschrieben von ski am 13. Mai 2015
Aktuell

Qualm und Schreie

Im Steinweg fand am Dienstagabend eine große Feuerwehrübung statt – unter realistischen Bedingungen

371.jpg 375.jpg 377.jpg
Während des Einsatzes muss der Druck der Atemschutzgeräte überwacht werden
Während des Einsatzes muss der Druck der Atemschutzgeräte überwacht werden
Auch wenn die die Schläuche angeschlossen wurden: diesmal war es eine Trockenübung
Auch wenn die die Schläuche angeschlossen wurden: diesmal war es eine Trockenübung
Die Wohnungstür wurde aufgebrochen, um im Haus nach den vermissten Personen zu suchen
Die Wohnungstür wurde aufgebrochen, um im Haus nach den vermissten Personen zu suchen
Kurze Manöverkritik vor dem Abrücken: Gunther Lindenberg zeigte sich zufrieden mit der Leistung der Feuerwehrleute
Kurze Manöverkritik vor dem Abrücken: Gunther Lindenberg zeigte sich zufrieden mit der Leistung der Feuerwehrleute
387.jpg

Dichter Qualm dringt durch den Briefschlitz an der Haustür, es sind gellende Schreie zu hören. Aus dem Fenster im obersten Stock rufen Kinder um Hilfe, die Eltern sind noch irgendwo im total verrauchten Haus: das war das Szenario, das die Einsatzkräfte der Bad Lauterberger Feuerwehr erwartete, als sie am Dienstag zum Einsatz in den Steinweg gerufen wurden.

Auch wenn es nur eine Übung war: die Einsatzbedingungen waren durchaus realistisch. Die Gemeinnützige Baugenossenschaft hatte für die Übung das Doppelhaus Steinweg 13/15 zur Verfügung gestellt. Der stellvertretende Zugführer des ersten Zuges, Gunther Lindenberg, der die Übung konzipiert hatte, hatte das Haus mit einer Nebelmaschine, Flackerlicht und der gruseligen Geräuschkulisse mit Kreischen, Stöhnen und Schreien präpariert. Die zu rettenden Personen stammen aus den Reihen der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Reale Einsatzbedingungen herrschten nicht zuletzt dadurch, dass im Steinweg natürlich auch Autos parkten und die Zufahrt erschwerten.

Mit Atemschutzgeräten mussten die Feuerwehrleute das Haus, in dem man die Hand vor Augen nicht sehen konnte, nach den vermissten Personen durchsuchen und dabei auch die Wohnungstür aufbrechen, während die Kinder aus dem ersten Stock mit einer Steckleiter gerettet wurden. Aus dem Dachgeschossfenster musste schließlich eine Person mit der Drehleiter herausgeholt werden. Auch die angrenzende Haushälfte wurde von den Einsatzkräften nach möglichen Opfern durchsucht.

Die Schwierigkeit bei solchen Einsätzen, so erklärte Gunther Lindenberg, liegt darin, dass der verantwortliche Gruppenführer, der vor Ort ankommt und kaum Informationen über die Situation hat, binnen weniger Sekunden die Lage sondieren und entscheiden muss, wie die Einsatzkräfte vorgehen sollen. Lindenberg zeigte sich bei der anschließenden Manöverkritik sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung und der Leistung der Feuerwehrleute.

Er dankte auch der Gemeinnützigen Baugenossenschaft, die der Feuerwehr das Gebäude für die Übung überlassen hatte. Nur selten kann die Feuerwehr unter solchen realistischen Bedingungen üben, schließlich geht dabei auch manches zu Bruch.

Das Doppelhaus im Steinweg 13/15 steht leer und soll voraussichtlich noch in diesem Jahr abgerissen werden, so erklärte vorab der Vorstandsvorsitzende der Gemeinnützigen Baugenossenschaft, Ingo Fiedler. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig, eine komplette Modernisierung wäre jedoch einfach nicht mehr rentabel. Stattdessen konnte das Haus als Kulisse für die Übung noch einen sinnvollen Zweck erfüllen: „Die Gemeinnützige Baugenossenschaft sieht sich als Partner der Feuerwehr und wir freuen uns, dass wir die Feuerwehrkameraden auf diese Weise bei ihrer wichtigen Tätigkeit unterstützen konnten.“


.................................................................................................................................................

Bild der Woche